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Einstellungstest Bahn:
Ablauf, Aufgaben, Vorbereitung

Erfahrungsbericht: Einstellungstest Deutsche Bahn

Ich habe mich bei verschiedenen Unternehmen für eine Ausbildung als Eisenbahner im Betriebsdienst – oder kurz gesagt Lokführer – beworben. Mein erstes Auswahlverfahren war das bei der Deutschen Bahn / DB Fernverkehr.

Bewerbung

Die Bewerbung verlief komplett online. Ich musste einige Fragen beantworten und meinen Lebenslauf und mehrere Dokumente hochladen. Relativ schnell bekam ich dann einen Einladungslink zum Online-Test.

Online-Test

Der Online-Test wurde von einer anderen Firma durchgeführt. Mit dem Link konnte ich mich einloggen und hatte dann zwei Wochen Zeit, um den ganzen Einstellungstest zu bearbeiten. Man konnte den Test zwischendrin pausieren und später weitermachen, aber keine Aufgaben wiederholen. Da es schon eine Weile her ist, erinnere ich mich nicht mehr genau an die einzelnen Aufgaben, deshalb nur ein grober Überblick:

Der Online-Test war in mehrere Themenblocks aufgeteilt. Teilweise ging es auch um Geschwindigkeit. Ein Teil enthielt viele persönliche Fragen, ich musste hier angeben, inwiefern bestimmte Aussagen auf mich zutreffen. Dann gab es einen Matheteil mit Dreisatz, Prozentrechnung und ähnlichen Aufgaben. Zum Glück kann man einen Taschenrechner benutzen. Auch Technikfragen kamen dran. Dann ein Reaktionstest: Man musste sehr schnell aus mehreren Zahlen die zweitgrößte Zahl auswählen. Das war ziemlich schwierig. Und Textverständnis, also kurze Texte lesen und Fragen dazu beantworten. Es waren immer zwei Aussagen vorgegeben und ich musste auswählen, welche von beiden aus dem Text ableitbar ist oder ob beide stimmen oder keine.

Vorstellungsgespräch

Den Online-Test hatte ich erstmal bestanden. Leider kann man sich nicht darauf verlassen, dass man sicher zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Denn die Bahn kann einen trotzdem ablehnen. Ich musste ungefähr zwei Wochen warten, dann bekam ich endlich einen Anruf. Mir wurden einige Fragen zum Lokführer-Beruf gestellt, alles relativ entspannt. Ich glaube, sie wollten nur sehen, ob ich wirklich motiviert bin. Nach ungefähr zehn Minuten haben wir dann einen Termin zum Vorstellungsgespräch ausgemacht.

Vor dem Vorstellungsgespräch war ich sehr aufgeregt. Ich habe mich ordentlich angezogen und bin sehr früh hingegangen. Zum Glück wurde ich sehr freundlich begrüßt, so hat sich meine Nervosität etwas gelegt. Mir wurden Fragen zu meiner Motivation und meinem bisherigen Lebenslauf gestellt, und auch dazu, was ich über die Deutsche Bahn und die Ausbildung schon weiß. Am schwierigsten fand ich ein paar Fragen zu technischen Problemen. Ich habe gehört, dass manchmal ein Nachtest vom Online-Test durchgeführt wird, aber bei mir war das nicht der Fall.

Eignungsprüfung IAS

Das Gespräch verlief jedenfalls gut, und so bekam ich eine Einladung zur Eignungsprüfung bei der IAS. Da ich hier und da gehört hatte, dass die IAS-Prüfung viel schwerer sein sollte als der Online-Test, war ich doch ein bisschen beunruhigt. Später hat sich dann gezeigt, dass ich mir vielleicht doch ein paar Gedanken zu viel gemacht hatte. Aber unterschätzen sollte man das Ganze nun auch wieder nicht.

Vor dem Termin war ich ein bisschen erkältet. Ich dachte eigentlich, dass ich bis zum Prüfungstag wieder fit sein würde. Aber da ich immer noch Schnupfen hatte, überredeten mich meine Eltern zum Glück am Abend vorher, die IAS-Prüfung zu verschieben, was dann auch problemlos geklappt hat.

Medizinische Prüfung

Die Eignungsprüfung bei der IAS begann für mich mit dem ärztlichen Test. Ich musste eine Urinprobe abgeben und Blut abnehmen lassen. Man bekommt vorher auch Informationen zugeschickt und muss dann unter anderem unterschreiben, dass man die Blutentnahme erlaubt und das unterschrieben mitbringen. Außerdem musste ich einen Sehtest und einen Hörtest machen und ein EKG. Das war bei mir alles kein Problem. Dann kam noch das Gespräch mit dem Arzt. Er hat mit mir über meinen Gesundheitszustand gesprochen und mich gefragt, ob ich Medikamente nehmen oder rauchen würde oder irgendwelche Krankheiten gehabt hätte. Außerdem hörte er mich ab und machte Gleichgewichtsübungen mit mir. Ich musste mich hinstellen und mit geschlossenen Augen das Gleichgewicht halten und auf der Stelle treten und so.

Psychologische Eignungsprüfung

Die psychologische Prüfung im Anschluss fand zum größten Teil am Computer statt, nur die ersten Aufgaben waren auf Papier. Insgesamt war der Test sehr lang und anstrengend. Ich hatte davor den Tipp erhalten, dass man die Kopfhörer sehr laut stellen soll, und das hat mir sehr geholfen. So konnte ich die Geräusche der andern Teilnehmer gut ausblenden. Außerdem hilft es beim Dovertest.

Merkfähigkeit

Als erstes kam ein Merktest dran. Auf einem Blatt standen mehrere Kategorien mit Begriffen, also beispielsweise Berufe, Fahrzeuge, Länder, Essen … Nach zwei Minuten Zeit zum Einprägen mussten wir dann Fragen dazu beantworten.

Im nächsten Test mussten wir uns Symbole merken, die immer paarweise zugeordnet waren. Sie waren sehr seltsam und anders als bekannte Symbole, deshalb war es schwierig, sie sich einzuprägen. Danach wurden einzelne Symbole abgefragt und wir mussten per multiple-choice auswählen, welches zu den vorgelegten Symbolen gehört.

Multitaskingtest

Danach kam der berühmte Multitaskingtest, vor dem ich echt Angst hatte. Auf unserem Arbeitsblatt waren Logos aufgemalt. Die mussten wir auf einem anderen Blatt mit 140 Logos suchen und die jeweilige Nummer auf das Arbeitsblatt schreiben. Alle Logos waren schwarz-weiß und ziemlich klein und sahen sich dementsprechend ähnlich. Gleichzeitig mussten wir auch noch auf eine Tonaufnahme achten, die Wörter und Zahlen vorlas, also zum Beispiel „Boot 306, Haus 409, Brot 208“. Immer wenn das Wort ein „au“ enthält, muss man die dazugehörige Zahl auch auf das Arbeitsblatt schreiben.

Reaktionstest, Dovertest

Anschließend ging es am Computer weiter. Erst kam ein Reaktionstest mit einem schwarzen Kreis, der immer wieder weiß wird. Sobald er weiß wird, muss man eine Taste drücken. Wenn man lange auf diesen Kreis starrt, wir einem mit der Zeit ganz komisch.

Dann der Dovertest: fünf Farben, zwei Pedale und ein hoher und ein tiefer Ton. Je nachdem, was aufleuchtet oder welcher Ton erklingt, muss man schnell eine bestimmte Taste/Pedal drücken. Hier kam ich wirklich in Panik. Der Tipp, den Ton laut zu stellen, hat mir jedenfalls geholfen. Und zwischendrin habe ich, als ich ganz durcheinander war, einfach mal kurz „Pause“ gemacht. Dann konnte ich wieder normal einsteigen, ohne die ganze Zeit nur hinterherzuhinken und ständig zu spät falsche Tasten zu drücken.

Danach kam ein Test mit vielen kleinen weißen Punkten, die auf dem Bildschirm verteilt sind. Immer wieder kommen neue Punkte dazu und andere verschwinden. Wenn vier Punkte ein Quadrat bilden, muss man schnell eine Taste drücken. Um den ganzen Bildschirm überblicken zu können, sollte man sich am besten weit zurück lehnen. Meinen Augen wurden sehr trocken, weil ich die ganze Zeit kaum blinzelte. Die Punkte werden im Lauf der Zeit immer mehr, irgendwann hatte man keine Chance mehr, noch etwas zu erkennen.

Logik und Selbsteinschätzung

Als nächstes kam ein Logiktest. Die Logikaufgaben waren ähnlich wie Matrizenaufgaben aufgebaut, man musste fehlende Elemente ergänzen.

Dann musste man sich noch selbst einschätzen. Ich musste angeben, ob verschiedene Wörter auf mich zutreffen oder eher nicht. Manche Wörter sind sehr ähnlich, also sollte man darauf achten, keine widersprüchlichen Angaben zu machen.

Wenn man Aufgaben nur knapp nicht bestanden hat, darf man sie noch einmal machen. Zu mir sagte die Psychologin, ich solle den Test mit den weißen Punkten noch einmal machen. Natürlich wurde ich dann gleich noch viel aufgeregter. Aber erstmal hatte ich Pause, sodass ich erholter zurück an meinen Platz konnte. Und immerhin hatte ja beim ersten Mal nicht viel gefehlt. Tatsächlich konnte ich meine Leistung beim zweiten Mal verbessern. Ich weiß nicht genau, woran es lag, aber ich war irgendwie aufmerksamer und schaffte es besser, einen Überblick über den ganzen Bildschirm zu behalten.

Psychologisches Gespräch

Als ich fertig war, kam die Psychologin wieder und meinte, diesmal hätte ich bestanden, wenn auch nur knapp. Wir machten dann gleich mit dem psychologischen Gespräch weiter. Sie fragte mich ähnliche Fragen wie die, die auch im Test drangekommen waren: Ob ich verantwortungsbewusst bin und gerne im Team arbeite und so weiter. Sie fragte mich auch, warum ich Lokführer werden will, ob ich negative Aspekte des Berufs kenne, was ich bisher in meinem Leben gemacht habe. Es war also nicht viel anders als ein normales Vorstellungsgespräch. Die Psychologin war sehr nett und fair. Teilweise versuchte sie schon, mich aus der Reserve zu locken oder ein bisschen herauszufordern, aber sie stellte keine richtig fiesen Fragen. Am Ende sagte sie mir dann, dass ich geeignet wäre.

Allerdings mussten natürlich noch die Laborergebnisse von der Blut- und Urinuntersuchung kommen, was ungefähr eine Woche dauert. Man sagte mir, dass die Ergebnisse dann an die DB geschickt werden, und ich von dort wieder eine Antwort bekommen würde. Es dauerte dann aber viel länger als ich erwartete hatte. Als ich nach zweieinhalb Wochen immer noch nichts gehört hatte, rief ich an, um nachzufragen, bekam aber nur zu hören, dass man sich so schnell wie möglich bei mir melden würde. Tatsächlich bekam ich dann auch ein paar Tage später die Zusage zur Ausbildung!

Einstellungstest Bahn: Was kommt dran?

Welche Aufgaben kommen im Bahn-Einstellungstest vor?


Welche Aufgaben dich im Einstellungstest genau erwarten, hängt davon ab, bei welchem Unternehmen und für welche Stelle du dich bewirbst. Beispielsweise müssen angehende Schienenbauer ein ausgeprägtes Technikverständnis beweisen, während von Zugbegleitern eher Sprachtalent und Nervenstärke verlangt wird.

Der Online-Test der Deutschen Bahn wird zuhause am Computer durchgeführt und dauert alles in allem zwischen 50 und 125 Minuten. Du hast dafür rund zwei Wochen Zeit und darfst den Test auch unterbrechen. Schummeln bringt nichts: Da später ein Präsenz-Nachtest mit ähnlichen Aufgaben vorkommen kann, solltest du die Aufgaben selbstständig lösen.

Sowohl im Einstellungstest als auch im psychologischen Eignungstest können Fragen zum Sprachverständnis, zu rechnerischem, logischem und visuellem Denken sowie zu Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen vorkommen. Je nach Beruf werden auch naturwissenschaftlich-technische Kenntnisse abgefragt. Vor allem Bewerber für ein Duales Studium erwarten zudem häufig Fragen zur Arbeitshaltung. Bei allen Aufgabentypen solltest du die Bearbeitungshinweise gründlich durchlesen, Ruhe bewahren und die Uhr im Blick behalten.

Mathematik

Mathematisches Verständnis


Egal ob als Fahrdienstleiterin, Elektroniker oder Kaufmann für Verkehrsservice – ohne grundlegende  mathematische Fitness wäre man in den meisten Bahn-Berufen ziemlich aufgeschmissen. Kaum ein Einstellungstest kommt ohne Mathe-Aufgaben aus.

Mögliche Inhalte:

  • Grundrechenarten
  • Dreisatz
  • Prozentrechnen
  • Textaufgaben
Logik

Logik


Aufgaben mit Zahlen, Mustern, Buchstaben, Texten oder Diagrammen testen dein analytisches Verständnis. Denn logisches Denkvermögen ist entscheidend, wenn komplexe Sachlagen zügig durchschaut und vernünftige Entscheidungen getroffen werden müssen.

Typische Inhalte:

  • Matrizen vervollständigen
  • Zahlenreihen fortsetzen
  • Logische Schlussfolgerungen
Allgemeinwissen

Fachbezogenes Wissen


Je nachdem, für welchen Beruf du dich bewirbst, können im Einstellungstest bestimmte fachbezogene Kenntnisse geprüft werden. Dabei kann es sich beispielsweise um technisch-naturwissenschaftliche Grundlagen oder Fragen zum Arbeitgeber handeln.

Mögliche Inhalte:

  • Technische Skizzenaufgaben
  • Physikalische Grundkenntnisse
  • Wissen über das Unternehmen

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