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Einstellungstest Zoll:
Ablauf, Aufgaben, Vorbereitung

Erfahrungsbericht: Einstellungstest Zoll (mittlerer Dienst)

Eine Weile vor dem Realschulabschluss fing ich an, darüber nachzudenken, was ich danach machen könnte. Ich hatte alle möglichen Ideen und erst fiel es mir schwer, mich zu entscheiden. Ein Tag der offenen Tür des Zollamts bei mir in der Nähe gab dann den Ausschlag und ich wusste: Hier möchte ich arbeiten.

Bewerbung

Die Bewerbung konnte man entweder auf dem Postweg oder per Email einreichen. Ich entschied mich dazu, sie als Brief zu senden, weil ich dachte, dass das ansprechender wirkt. Ich bekam dann per Post eine Empfangsbescheinigung und gut zwei Monate später die Einladung zum ersten Tag des Auswahlverfahrens mit der schriftlichen Prüfung.

Schriftlicher Einstellungstest

Bei der Prüfung waren wir ungefähr 40 Prüflinge von insgesamt knapp 500 Bewerbern, die eingeladen worden waren. Jeder von uns suchte sich einen Platz in dem Raum. Zwischen den Tischen war immer viel Abstand, damit man nicht voneinander abschauen konnte. Die Prüfung dauerte 3,5 Stunden. Sie war in Papierform und in verschiedene Blöcke geteilt.

Sprachbeherrschung, Logik und Mathematik

Im ersten Teil waren Fragen zur Rechtschreibung und Grammatik zu beantworten. Auch Zeichensetzung wurde abgefragt. Da hatte ich, ehrlich gesagt, so meine Probleme. In einer anderen Aufgabe sollten wir zeigen, wie gut wir verschiedene Sätze verstehen. Das war noch relativ einfach im Vergleich zu dem, was danach auf uns wartete: Diesmal mussten wir Rechtsvorschriften lesen und sie auf verschiedene Beispielfälle anwenden. Das war wirklich schwer, da sie sehr kompliziert formuliert sind.

Der zweite Teil bestand aus Matheaufgaben. Viele fand ich nicht so schwer, sie waren mit Grundrechenarten und Dreisatz gut zu lösen. Außerdem durften wir auch einen einfachen Taschenrechner benutzen, das war sehr hilfreich. Die Aufgaben wurden aber immer schwieriger und die letzten Zinsaufgaben fand ich dann schon recht kniffelig.

Textanalyse und Arbeitsprobe

Hier bekamen wir einen längeren Text. Wir mussten ihn inhaltlich zusammenfassen und Fragen dazu beantworten. Es war nicht so schwer, den Text zu verstehen, aber ich hatte Probleme damit zu entscheiden, welche Punkte am wichtigsten sind und welche ich weglassen soll.

Die Arbeitsprobe kann ganz unterschiedliche Aufgaben enthalten, habe ich gehört. Bei mir bestand sie darin, dass wir eine Erörterung schreiben sollten. Dabei fand ich es hilfreich, immer die Uhr im Blick zu behalten, weil man beim Schreiben natürlich schnell die Zeit vergisst. Und es ist bestimmt besser, ein Argument im Hauptteil wegzulassen, als am Ende keine Zeit mehr für ein Fazit zu haben.

Wissenstest

Allgemeinwissen kann ja eigentlich alles umfassen, im Test gab es jedoch besonders viele Fragen zu politischen und geschichtlichen Themen. Zum Beispiel „Wie hieß der erste deutsche Bundeskanzler?“ oder „Wie viele Länder umfasst die Europäische Union?“. Aber auch Fragen speziell zum Zoll kamen dran.

Mündliches Auswahlverfahren

Einige Wochen später erhielt ich dann tatsächlich die Einladung zum zweiten Tag des Auswahlverfahrens. Dieser zweite Tag war sehr anstrengend, weil er von morgens bis zum späten Nachmittag dauerte. Da wir ständig von der Prüfungskommission beobachtet wurden, war ich die ganze Zeit sehr konzentriert und angespannt.

Gruppendiskussion und Rollenspiel

Als erstes mussten wir in einer Gruppe zu fünft über mehrere Themen diskutieren, beispielsweise „digitale Medien in Schulen“. Die Themen hatten nicht direkt etwas mit dem Zoll zu tun, wurden jedoch aktuell viel in den Medien besprochen.

Dann gab es das berühmte Rollenspiel: Jeder musste in einen Raum gehen und bekam einen Zettel mit der Beschreibung einer Situation. Fast immer muss man einen Kollegen auf einen Fehler hinweisen oder Ähnliches. Es ist ziemlich einschüchternd gewesen, weil der „Kollege“ sehr überzeugend gespielt hat.

Interview

Am Ende wartete dann noch das Vorstellungsgespräch auf jeden Bewerber. Zwar gab es eine richtige Prüfungskommission, aber die Atmosphäre war zum Glück trotzdem angenehm. Auch hier wurde ich wieder viele Fragen zum fachlichen und Allgemeinwissen gefragt, also über den Zoll und die Ausbildung. Außerdem natürlich auch zu meiner Motivation, meinem bisherigen Lebenslauf und meinen Stärken und Schwächen.

Wieder dauerte es einige Wochen, bis ich einen Brief bekam. Ich wurde genommen! Jetzt steht nur noch die ärztliche Untersuchung in ein paar Wochen an, aber ich bin fest davon überzeugt, die auch noch zu meistern. Und dann steht der Ausbildung zum Glück nichts mehr im Wege.

Erfahrungsbericht: Einstellungstest Zoll (gehobener Dienst)

Der Zoll hat mir schon immer gefallen, vielleicht, weil mein Onkel beim Zoll arbeitet und mir immer viele Geschichten erzählt hat. Schon lange vor dem Abitur war mein Berufswunsch deshalb klar. Und wirklich bewarb ich mich dann für das Studium im gehobenen Dienst. Die Bewerbung sendete ich per Email. Zum schriftlichen Test musste ich sie dann im Original mitbringen.

Schriftliches Auswahlverfahren

Wir trafen uns alle am Testort, die Stimmung war entsprechend angespannt. Jeder fragte sich, ob er sich gut genug vorbereitet hatte auf den Einstellungstest, so kam es mir jedenfalls vor. Die Prüfung wird in Papierform abgelegt, nicht am Computer. Insgesamt dauerte sie vier Stunden und war in mehrere Blöcke unterteilt.

Sprachbeherrschung, Logik, Mathematik

Zunächst bekamen wir recht einfache Aufgaben, in denen wir Rechtschreibfehler korrigieren und Satzzeichen ergänzen sollten. Außerdem mussten wir einen kurzen Text lesen und Fragen dazu beantworten, um zu zeigen, ob wir ihn verstanden hatten. Später gab es in der sogenannten Textanalyse eine ähnliche Aufgabe nochmal – nur war da der Text schwieriger und wir mussten die Kernaussagen selbst zusammenfassen. Um Textverständnis ging es auch bei einer Aufgabe, bei der man Vorschriften lesen musste. Es gab dann mehrere Beispielfälle dazu und wir mussten die Vorschriften auf die Beispiele anwenden.

Die Matheaufgaben waren durchaus machbar, würde ich sagen, vor allem mit Taschenrechner, der ja zum Glück zugelassen ist. Es waren einfache Rechenaufgaben, für die man die Grundrechenarten und Dreisatz brauchte. Die Prozentrechnungen waren schon etwas kniffliger. Vor allem darf man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, um keine Flüchtigkeitsfehler zu machen.

Arbeitsprobe und Wissenstest

Die sogenannte Arbeitsprobe bestand bei mir aus einer Art Postkorbübung: Ich bekam eine ganze Menge E-Mails und musste entscheiden, in welcher Reihenfolge ich sie abarbeite und welche ich an wen weiterleite. An sich eine ganz coole Aufgabe, in der knappen Zeit jedoch ziemlich anspruchsvoll. Unsere Überlegungen und Beschlüsse mussten wir aufschreiben. Auch hier zählt natürlich Ausdruck und Rechtschreibung, man darf also trotz des Zeitdrucks nicht nachlässig werden.

Außerdem gab es noch einen Testteil zum Allgemeinwissen. Die Fragen waren zum Glück teilweise vorhersehbar, es gab zum Beispiel viele zur Struktur Deutschlands, der EU und des Zolls. Auch Geschichte spielte eine recht große Rolle. Manche Fragen waren aber auch echt überraschend, beispielsweise eine nach einem bestimmten chemischen Stoff. Die konnte ich dann leider nicht beantworten.

Mündliches Auswahlverfahren

Alles in allem hatte ich aber ein recht gutes Gefühl. Das bestätigte sich einige Wochen später auch, als ich nämlich die Einladung zum mündlichen Auswahlverfahren erhielt. Hier waren wir diesmal viel weniger Bewerber. Alle waren sehr nett zueinander, wir wurden ja ständig beobachtet, da wollte niemand durch unfreundliches Verhalten auffallen. Das mündliche Auswahlverfahren dauerte einen ganzen Tag und war in vier Teile geteilt.

Gruppendiskussion, Rollenspiel

Zunächst stand die Gruppendiskussion auf dem Plan: Wir sollten untereinander über verschiedene Themen diskutieren. Dabei musste immer einer die Moderation übernehmen und einer das Ergebnis am Ende für die Prüfungskommission zusammenfassen. Die Prüfer schauten zu und mischten sich nicht ein. Die Themen waren aktuelle Themen, hatten jedoch nicht alle mit dem Zoll zu tun. Nachrichten verfolgen lohnt sich also auf jeden Fall.

Danach bekam jeder einen Zettel, auf dem eine Situation beschrieben war. Damit warteten wir alleine in kleinen Räumen, bis wir an der Reihe mit dem Rollenspiel waren: Es ging darum, dass wir Zollvorgesetzte sind und einen Untergebenen auf ein Fehlverhalten hinweisen müssen, das auf dem Zettel beschrieben war. Den Untergebenen spielte ein Mitarbeiter des Zolls.

Kurzvortrag und Vorstellungsgespräch

Dann hatten wir wieder Zeit in dem kleinen Raum, um unseren Kurzvortrag vorzubereiten. Ich hatte eine ganze Reihe Akten zu einer Schwarzarbeitskontrolle auf einer Baustelle und musste die wichtigsten Informationen heraussuchen und dann vorstellen. Für die Vorbereitung hatten wir zehn Minuten Zeit, für den Vortrag fünf. Das ist echt wenig Zeit, man sollte sich also darauf vorbereiten, sehr schnell zu lesen und nach Wichtigkeit zu sortieren.

Als letztes stand dann noch das eigentliche Vorstellungsgespräch an. Die Prüfer waren nicht unfreundlich, trotzdem empfand ich es als sehr steif und unangenehm. Ich sollte mich vorstellen und musste dann einige Fragen zu meinem Lebenslauf und meiner Motivation beantworten. Es war auf jeden Fall gut, dass ich mich vorher damit auseinander gesetzt hatte. Unvorbereitet hätten mich Fragen wie „warum sollten wir die Stelle ausgerechnet Ihnen geben“ oder „worin sehen sie Ihre Schwächen?“ ziemlich aus dem Konzept gebracht. So hatte ich nach dem Gespräch ein halbwegs gutes Gefühl.

Ärztliche Untersuchung

Und wieder zeigte sich, dass meine Einschätzung stimmte: Einige Wochen später erhielt ich die Bestätigung, bestanden zu haben. Die letzte Hürde war jetzt noch die ärztliche Untersuchung. Sie lief ungefähr so ab, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es gab mehrere Stationen, an denen wir der Reihe nach untersucht wurden. Augen und Ohren, Urin und Blut, Größe und Gewicht. Dann mussten wir noch ein Belastungs-EKG machen und zuletzt kam das Gespräch mit dem Arzt selbst. Er stellte alle möglichen Fragen zu Vorerkrankungen und Krankheiten in der Familie, das war bei mir alles kein Problem. Und so hatte ich dann das Auswahlverfahren bestanden und freue mich schon sehr darauf, endlich das Studium beginnen zu können.

Einstellungstest Zoll: Welche Aufgaben kommen dran?

Welche Aufgaben kommen im Zoll-Einstellungstest vor?


Als Bundesbehörde nutzt der Zoll in ganz Deutschland ein einheitliches Testverfahren. Die Schwerpunkte sind also überall gleich, egal an welchem Ort du den Test absolvierst: Es geht um Allgemeinwissen und um Kenntnisse zur Behörde, um Sprachvermögen, Zahlensicherheit und logisches Denken. Je nachdem, für welche Laufbahn du dich bewirbst, dauert die Prüfung 3,5 Stunden (mittlerer Dienst) oder 4 Stunden (gehobener Dienst). Bearbeitet wird der Einstellungstest klassisch mit Stift und Papier (nicht computergestützt). Viele Aufgaben folgen dem Multiple-Choice-Schema: Du erhältst eine Frage mit mehreren Lösungsvorschlägen und sollst den richtigen Vorschlag markieren. Gerade im sprachlichen Bereich musst du aber häufig auch mehr oder weniger lange Antworten selbst formulieren. Lies dir jede Fragestellung genau durch, halte dich an die vorgegebenen Bearbeitungshinweise und versuche, dich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

Arbeitsprobe

Arbeitsprobe


Die Arbeitsprobe beim Zoll konfrontiert dich mit einem Sachverhalt, den du gedanklich durchdringen sollst. Je nach Aufgabenstellung formulierst du eine logisch strukturierte, nachvollziehbare Antwort. Neben Urteilsvermögen und Ausdrucksfähigkeit zählen natürlich auch hier Rechtschreibung und Grammatik.

Einige typische Aufgaben:

  • Postkorbübung
  • Textinhalte wiedergeben
  • Stellungnahme schreiben
  • Aufsatz / Erörterung verfassen
Mathematik

Mathematik


Wer im Feld der Steuern und Abgaben klaren Kopf behalten will, braucht ein gutes Zahlenverständnis. Über die mathematischen Grundregeln hinaus musst du die nötige rechnerische Fitness auch bei Zins-, Prozent- oder Verhältnisrechnungen beweisen. Dabei darfst du in der Regel einen nicht-programmierbaren Taschenrechner verwenden.

Einige typische Inhalte:

  • Grundrechenarten
  • Rechenzeichen einsetzen
  • Prozent- und Zinsrechnung
  • Vergleichsrechnungen (Dreisatz)
  • Textaufgaben

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