Das Assessment Center: Übungen und Vorbereitung
Was ist ein Assessment Center?
Das Assessment Center (AC) ist ein Teil des Auswahlverfahrens. Unternehmen wenden es an, um herauszufinden, welche Bewerberinnen und Bewerber sowohl fachlich als auch persönlich zu ihnen passen.
Im Gegensatz zum klassischen Vorstellungsgespräch, beschäftigst du dich im Assessment Center mit verschiedenen Übungen – allein und im Team. Dabei beobachten dich die Prüferinnen und Prüfer und achten genau auf dein Verhalten: Wie gehst du mit anderen Menschen um? Wie löst du Probleme? Wie reagierst du auf stressige Situationen?
Assessment Center gibt es häufig im Öffentlichen Dienst, bei Banken, bei Versicherungen oder für Duale Studiengänge. Immer häufiger wenden Unternehmen das Assessment Center auch für Ausbildungsplätze an.
Erfahrungsbericht Assessment Center
Ungefähr einen Monat, nachdem ich den Einstellungstest bestanden hatte, wurde ich zum Assessment Center eingeladen. Mit mir waren dort noch drei andere Bewerber, die ich vom Einstellungstest kannte. Die „Jury“ bestand aus zwei Mitarbeitern des Autohauses und einem Prüfer. Sie haben sich bei uns vorgestellt, danach waren wir an der Reihe. Wir mussten sagen, wo wir herkommen und was unsere Interessen sind. Außerdem wollte die Jury wissen, was wir zurzeit schulisch bzw. beruflich machen.
Gruppenaufgabe
Gemeinsam sollten wir einen Tag der offenen Tür im Autohaus planen. Dafür sollten vier Aufgaben an alle Mitarbeiter (in dem Fall an uns) verteilt werden. Wir teilten die Aufgaben so auf, dass wir uns abwechseln konnten und jeder von uns nicht den ganzen Tag lang das Gleiche machen muss.
Bei der Gruppenarbeit ist es wichtig, dass man Kompromisse findet, anstatt seinen Willen durchzusetzen. Man soll sich einbringen, aber auch auf die Vorschläge der anderen eingehen. In meiner Gruppe hat die Zusammenarbeit gut funktioniert. Wir sind uns schnell einig geworden und unsere Idee hat den Prüfern gefallen.
Postkorbübung
Wir sollten uns vorstellen, dass wir bereits Azubis im Unternehmen wären und eine halbe Stunde Zeit hätten, E-Mails nach Wichtigkeit zu sortieren. Insgesamt waren es zehn Stück, die wir den Kategorien „wichtig“, „einigermaßen wichtig“ und „nicht wichtig“ zuordnen sollten. Hier musste man genau aufpassen, denn manche Anfragen hingen zusammen oder ein Termin konnte erst durchgeführt werden, wenn eine andere Sache vorher erledigt wurde. Die Übung war gut machbar und hat sogar ein bisschen Spaß gemacht.
Rollenspiel
Das Rollenspiel fand mit dem Prüfer statt. Er übernahm die Rolle eines Kunden und ich spielte den Mitarbeiter. Ziel des Gesprächs war es, den Kunden nach seiner Meinung und Verbesserungsvorschlägen zum Autohaus und dem Service der Mitarbeiter zu fragen. Hier war es besonders wichtig, dem Kunden aktiv zuzuhören und auf seine Aussagen einzugehen. Das Gespräch dauerte ungefähr zehn Minuten. Der Druck war hier ziemlich groß, weil ich mit dem Prüfer allein war und Angst hatte, etwas Falsches zu sagen. Man hat immer im Hinterkopf, dass man schneller aussortiert wird, wenn man sich einen Fehler erlaubt und die anderen nicht.
Einzelinterview
Im Einzelinterview wurde ich zuerst gefragt, weshalb ich mich für den Ausbildungsplatz beworben hatte. Ich sollte erläutern, was mich daran interessiert und wie ich mir die Ausbildung vorstelle. Außerdem wurden mir Situationen geschildert, die im Berufsalltag vorkommen könnten. Ich musste dann erklären, wie ich damit umgehen würde. Im Einzelinterview hatte ich die Chance, die Mitarbeiter und den Prüfer von mir zu überzeugen, ohne dass die anderen dabei waren – das fand ich angenehmer als die Gruppenaufgabe und das Rollenspiel.
Miles, 18 Jahre
Wie läuft ein Assessment Center ab?
Der Ablauf des Assessment Centers ist in jedem Unternehmen unterschiedlich. Azubis machen in der Regel zwei bis drei Übungen. Wie lange das Assessment Center dauert, hängt ganz von den Anforderungen des Arbeitgebers ab. Manchmal dauert es nur einen halben Tag, manchmal verteilen sich die Stationen sogar auf mehrere Tage.
Der Beginn des Assessment Centers könnte so ablaufen, dass sich zuerst die Vertreterinnen und Vertreter des Unternehmens vorstellen und das weitere Vorgehen erläutern. Dann wärt ihr an der Reihe, euren Werdegang zu schildern.
Die Aufgaben des Assessment Centers bearbeitest du teils allein, teils in Gruppen mit anderen Bewerberinnen und Bewerbern. Die Prüferinnen und Prüfer interessiert nicht nur das Ergebnis, sondern auch deine Herangehensweise an die Aufgaben. Du wirst bei der Problemlösung und beim Umgang mit den anderen Kandidaten genau beobachtet. Anhand dieser Kriterien wird dann entschieden, wer für die Ausbildung oder den Beruf infrage kommt.
Welche Aufgaben könnten dich im Assessment Center erwarten?
Grundsätzlich gibt es zwei Aufgabentypen im Assessment Center: Einzel- und Gruppenaufgaben.
Allein bearbeitest du zum Beispiel:
- den Einstellungstest
- die Selbstpräsentation
- die Postkorbübung
- das Einzelinterview
- den Kurzvortrag
Mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern führst du gemeinsam diese Aufgaben durch:
- die Gruppendiskussion
- das Rollenspiel
- die Gruppenarbeit
Der Einstellungstest
Der Einstellungstest ist ein wichtiger Bestandteil des Auswahlverfahrens. Er ermöglicht dem Unternehmen eine faire und einheitliche Einschätzung der Bewerberinnen und Bewerber, da alle den gleichen Test bekommen. Typischerweise beantwortest du die Fragen schriftlich oder am PC. Es erwarten dich Aufgaben aus verschiedenen Kategorien, zum Beispiel: Allgemeinwissen, Sprache, Mathematik, Logik und Konzentrationsvermögen. Wie lange der Einstellungstest dauert, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.
Die Selbstpräsentation
Bei der Selbstpräsentation geht es darum, dass du dich in zwei bis drei Minuten vor der Gruppe und dem Arbeitgeber vorstellst. Es gibt auch die Möglichkeit, dass du dich mit einer anderen Person austauschst und ihr euch gegenseitig vorstellen müsst. Natürlich ist nicht jedes Detail deiner bisherigen Biografie wichtig – erwähne aber folgende Informationen:
„Ich bin“: Nenne deinen Namen und dein Alter sowie deine aktuelle Position in deiner beruflichen/schulischen Laufbahn. „Ich kann“: Erläutere kurz die wichtigsten Punkte in deinem Lebenslauf und fokussiere dich dabei auf deine Stärken, Erfolge und Interessen. „Ich will“: Nenne Gründe, weshalb du dich auf diese Stelle beworben hast und warum das Unternehmen dich einstellen sollte.
Die Postkorbübung
Bei der Postkorbübung wirst du auf einen Schlag mit einer Menge an Anfragen und Aufträgen konfrontiert. Ob Telefongespräche, Termine oder E-Mails, die beantwortet werden müssen – die Zeit drängt. Du sollst alle Anfragen nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortieren. Geprüft werden dabei Zeitmanagement, Organisationstalent und Urteilsvermögen.
Die richtige Strategie lautet: Ruhe bewahren, denn du kannst nicht alles auf einmal erledigen. Mache dir Notizen und achte auf mögliche Überschneidungen und Zusammenhänge. Bei der Einteilung der Aufgaben hilft dir möglicherweise das Eisenhower-Prinzip. Hierbei sortierst du die Aufgaben in folgende Kategorien:
- dringend und wichtig
- wichtig, aber nicht dringend
- dringend, aber nicht wichtig
- weder dringend noch wichtig
Das Einzelinterview
Hinter dem Einzelinterview verbirgt sich ein klassisches Vorstellungsgespräch. Hier liegt der Fokus ganz allein auf dir. Im Einzelgespräch wollen die Prüferinnen und Prüfer genauer wissen, warum du dich für die Stelle beworben hast. Hast du dich gut über die Ausbildung, die Branche und das Unternehmen informiert?
Es geht nicht nur darum, was du erzählst, sondern auch wie du es erzählst. Einzelne Formulierungen kannst du dir im Vorhinein zurechtlegen. Du solltest auch auf Negativsätze verzichten. Statt „das kann ich nicht“, sage zum Beispiel „das möchte ich noch lernen.“ Bleibe authentisch und ehrlich – es kommt nicht gut an, wenn du überheblich auftrittst.
Der Kurzvortrag
Beim Kurzvortrag werden dein Auftreten und dein Ausdrucksvermögen auf die Probe gestellt. Du sollst einen strukturierten und schlüssigen Vortrag halten oder wirst darum gebeten, ein paar Worte über dich selbst zu verlieren.
Häufig musst du die Inhalte präsentieren, die ihr in der Gruppenarbeit bzw. Gruppendiskussion im Assessment Center erarbeitet habt. Dabei wollen die Prüfer einen kurzen Überblick über den Ablauf und eure Ergebnisse bekommen. Seltener ist es möglich, dass du bereits im Einladungsschreiben ein Thema zugeteilt bekommst, für das du ein Referat vorbereiten musst – ähnlich wie in der Schule. Hierfür bleibt dir ausreichend Zeit für eine gründliche Vorbereitung.
Die Gruppendiskussion
Bei der Gruppendiskussion achten die Prüferinnen und Prüfer vor allem auf dein Verhalten in der Gruppe und deine Ausdrucksstärke. Hörst du aufmerksam zu? Gehst du auf die Argumente der anderen Gruppenmitglieder ein?
In der Regel diskutiert ihr bei der Gruppendiskussion ein aktuelles und gesellschaftlich relevantes Thema, das die Prüferinnen und Prüfer entweder vorgeben, oder das ihr in der Gruppe gemeinsam abstimmt. Am Ende der Diskussion erwarten sie meist eine Zusammenfassung oder Präsentation der Diskussionsergebnisse.
Beispielfragen
- Soll die Wehrpflicht in Deutschland wiedereingeführt werden?
- Ist die Einführung von Schuluniformen sinnvoll?
Die Gruppenarbeit
Der Übergang von der Gruppendiskussion in die Gruppenarbeit ist meist fließend. Hier sollt ihr nicht nur diskutieren, sondern gemeinsam Pläne und Methoden entwickeln.
In der Gruppenarbeit kannst du beweisen, dass du ein Teamplayer bist. Die Prüferinnen und Prüfer erwarten, dass du dich aktiv an der Gruppe beteiligst und nicht versuchst, dich besser zu präsentieren als alle anderen. Wenn du in der Gruppenarbeit überzeugen möchtest, bringe dich selbstständig ein und argumentiere zielführend mit deinen Gruppenmitgliedern.
Beispielaufgabe
Betriebsausflug: Eure Abteilung plant eine Betriebsreise in eine europäische Großstadt. Überlegt euch, wo die Reise hingehen soll, was man vor Ort unternehmen kann und wie ihr die An- und Abreise organisieren wollt.
Das Rollenspiel
Ein Rollenspiel wird im Assessment Center meist dann eingesetzt, um zwischenmenschliche Situationen zu simulieren. Die Ausgangssituation kann zum Beispiel ein Streitgespräch mit einem Kunden oder ein Konflikt mit einem Kollegen sein.
Bevor es losgeht, bekommst du ein Aufgabenblatt mit einer Situationsbeschreibung. Hier sind soziale Kompetenz und Feingefühl gefragt. Denn obwohl eure Rollen sehr gegensätzliche Ansichten haben, sollt ihr euch am Ende auf einen Kompromiss einigen.
Beim Rollenspiel machen sich die Prüferinnen und Prüfer ein Bild davon, wie du mit Konflikten umgehst und wie gut deine Kommunikation ist. Ihr simuliert eine Situation, die euch im Berufsalltag passieren könnte. In der Regel führt ihr das Rollenspiel zu zweit durch – der Spielpartner kann z. B. auch der Prüfer sein.
Beispielaufgabe
Du arbeitest in einem großen Geschäft für Kleintierbedarf. Plötzlich stürmt ein wütender Kunde in das Geschäft, beschwert sich lautstark über die „minderwertige Transportbox“, die er vor einem Monat bei dir gekauft zu haben meint, und verlangt sein Geld „auf der Stelle“ zurück.
Was wird im Assessment Center überprüft?
Für Arbeitgeber sind bei der Bewerberauswahl zwei Arten von Fähigkeiten wichtig: Hard Skills zeigen deine fachliche Qualifikation und Soft Skills verdeutlichen deine persönliche Eignung.
Hard Skills sind die fachlichen Kompetenzen, die für die Ausübung einer Tätigkeit notwendig sind. Werden für deinen Job zum Beispiel Fremdsprachenkenntnisse gefordert, kannst du diese durch Zertifikate nachweisen und deine Fähigkeiten somit belegen. Hard Skills sind von Job zu Job unterschiedlich. Welche du benötigst, erfährst du vom Arbeitgeber. Wenn du noch keine hast, lernst du sie in der Ausbildung.
Soft Skills sind persönliche Fähigkeiten und Charaktermerkmale, die über Fachkenntnisse hinausgehen. Dazu gehören zum Beispiel Kommunikation, Kreativität, Einfühlungsvermögen, Kritisches Denken, Zeitmanagement oder Teamarbeit. Soft Skills sind schwieriger nachzuweisen als Hard Skills. Daher wirst du im Assessment Center in zwischenmenschlichen Situationen beobachtet. So können sich die Prüferinnen und Prüfer ein Bild davon machen, wie du reagierst und handelst.
Wie bereite ich mich am besten auf ein Assessment Center vor?
Die meisten Unternehmen machen kein Geheimnis daraus, welche Übungen im Assessment Center drankommen. Es lohnt sich also, vorher nachzufragen. So kannst du vorab schon mal eine Gruppendiskussion führen oder ein Rollenspiel simulieren. Ganz wichtig ist hierbei die ehrliche Rückmeldung deiner Mitspielerinnen und Mitspieler – was lief gut, was könnten die Prüferinnen und Prüfer an dir kritisieren? Grundsätzlich gilt:
- Informiere dich über das Unternehmen: Was macht es genau? Was sind die Werte und Ziele?
- Übe deine Selbstdarstellung: Stelle dich vor den Spiegel oder sprich in dein Handy. So bekommst du einen Eindruck, wie du auf andere wirkst.
- Trainiere typische Aufgaben: Rollenspiele, Gruppengespräche oder die Postkorbübung kannst im Freundeskreis üben. In unserem eTrainer findest du ebenfalls Übungen aus dem Assessment Center, mit denen du dich optimal vorbereiten kannst.
- Dein Auftreten und dein Erscheinungsbild: Trage saubere Kleidung, sei pünktlich und achte auf deine Körpersprache. Der erste Eindruck ist sehr wichtig.
Häufig gestellte Fragen zum Assessment Center
Was ist ein Assessment Center?
Ein Assessment Center (AC) ist ein Teil des Auswahlverfahrens, mit dem Unternehmen herausfinden möchten, welche Bewerberinnen und Bewerber zu ihnen passen. Allein und im Team bearbeitest du verschiedene Aufgaben. Dabei beobachten dich die Prüferinnen und Prüfer ganz genau: Wie gehst du mit anderen Menschen um? Wie löst du Probleme? Wie reagierst du auf stressige Situationen und kannst du unter Druck arbeiten?
Das Einzelinterview, also das klassische Vorstellungsgespräch, und der Einstellungstest können Teil des Assessment Centers sein.
Welche Übungen kommen im Assessment Center dran?
Im Assessment Center gibt es Einzel- und Gruppenübungen. Allein bearbeitest du zum Beispiel die Selbstpräsentation, die Postkorbübung, das Einzelinterview und den Einstellungstest. Mit anderen Teilnehmenden führst du gemeinsam die Gruppenarbeit und -diskussion oder das Rollenspiel durch.
- Selbstpräsentation: Stelle dich kurz in zwei bis drei Minuten vor.
- Postkorbübung: Sortiere E-Mails, Anfragen und Termine nach Dringlichkeit und Wichtigkeit.
- Einzelinterview: Das klassische Vorstellungsgespräch.
- Einstellungstest: Eine Auswahl an Aufgaben aus verschiedenen Bereichen wie Allgemeinwissen, Sprache, Logik, Mathematik und viele mehr. Die Aufgaben des Einstellungstests sind auf den angestrebten Beruf zugeschnitten.
- Gruppenarbeit: Der Übergang von der Gruppendiskussion in die Gruppenarbeit ist meist fließend. Hier sollt ihr nicht nur diskutieren, sondern gemeinsam Pläne und Methoden entwickeln. Ihr bekommt zum Beispiel die Aufgabe, einen Betriebsausflug von der Anreise bis zur Abreise zu planen. Hier kannst du unter Beweis stellen, dass du ein Teamplayer bist.
- Gruppendiskussion: Gemeinsam diskutiert ihr ein gesellschaftlich relevantes Thema, das die Prüferinnen und Prüfer vorgeben. Am Ende der Diskussion erwarten sie meist eine Zusammenfassung/Präsentation der Diskussionsergebnisse.
- Rollenspiel: Du bekommst ein Aufgabenblatt mit einer Situationsbeschreibung und Handlungsanweisungen. Die Ausgangssituation ist meist ein Streitgespräch oder ein Konflikt. Hier sind soziale Kompetenz und Feingefühl gefragt. Denn obwohl eure Rollen sehr gegensätzliche Ansichten haben, sollt ihr euch am Ende auf einen Kompromiss einigen. Das Rollenspiel wird in der Regel zu zweit durchgeführt, meistens sogar mit dem Prüfer/der Prüferin zusammen.
Wie kann ich mich auf ein Assessment Center vorbereiten?
Eine gute Vorbereitung ist wichtig, um im Assessment Center erfolgreich zu sein. Vorab solltest du dich gründlich über das Unternehmen und die Stelle informieren. Recherchiere die Unternehmensstruktur und finde heraus, welche Kompetenzen besonders gefragt sind.
Auf die unterschiedlichen Übungen des Assessment Centers kannst du dich gezielt vorbereiten. Gruppenaufgaben wie die Diskussion oder das Rollenspiel kannst du vorab in deinem Freundeskreis oder mit deiner Familie üben.
Mache dir deine Stärken und Schwächen bewusst. Lege dir Antworten zurecht und überlege, was dich als Person auszeichnet.
Wie beschreibe ich mich selbst?
Deine Selbstpräsentation sollte strukturiert sein und einem roten Faden folgen. Du kannst folgendes Schema berücksichtigen:
1. „Ich bin“: Nenne deinen Namen und dein Alter sowie deine aktuelle Position in deiner beruflichen Laufbahn.
2. „Ich kann“: Erläutere kurz die wichtigsten Punkte in deinem Lebenslauf und fokussiere dich dabei auf deine Stärken und Erfolge.
3. „Ich will“: Nenne Gründe, weshalb du dich auf diese Stelle beworben hast und warum das Unternehmen dich einstellen sollte.
Achte nicht nur darauf, was du sagst, sondern auch wie du es sagst. Sprich frei, klar und deutlich. Vermeide Füllwörter und Negativsätze.
Was beeindruckt Personaler?
Eine wichtige Eigenschaft, mit der du Personaler überzeugst, ist Interesse. Sie erkennen relativ schnell, ob du ernsthaftes Interesse am Unternehmen und der Stelle hast. Informiere dich daher gut über den Job, für den du dich beworben hast.
Eigenschaften, die im Assessment Center sehr positiv auffallen sind Teamfähigkeit und Kommunikationsvermögen. Diese sind auch für deinen angestrebten Beruf enorm wichtig.
Ein gepflegtes Erscheinungsbild und ein selbstbewusstes Auftreten bleiben ebenfalls positiv in Erinnerung.
Warum führen Unternehmen ein Assessment Center durch?
Anhand praktischer Übungen kann der Arbeitgeber dich und deine Arbeitsweise gut einschätzen. Mithilfe von Gruppenübungen kann er beobachten, wie du unter Druck arbeitest und ob du in einem Team funktionierst.
Ein Assessment Center ist standardisiert, das heißt, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieselben Übungen machen. Außerdem werden alle nach den gleichen Kriterien bewertet und von verschiedenen Personen eingeschätzt.
Assessment Center werden häufig in Branchen eingesetzt, in denen analytisches Denken, Teamarbeit und Führungskompetenz gefragt sind. Aber auch in kreativen Berufen können Unternehmen berufsbezogene Kompetenzen wie Kommunikationsstärke und Projektmanagement überprüfen.
Welche Kleidung zieht man zu einem Assessment Center an?
Deine Kleidung ist das Erste, was man von dir sieht. Sie spricht für dich, noch bevor du selbst etwas sagst. Im Assessment Center ist es essenziell, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Ein passendes Outfit ist genauso wichtig für den Gesamteindruck wie dein Verhalten.
Am wichtigsten ist es, dass deine Kleidung gepflegt und sauber ist. Passe dein Outfit an die Branche an, in der du arbeiten möchtest. Bei Banken, Versicherungen oder in der Verwaltung gilt ein formeller Dresscode. In kreativen Branchen ist ein Business-Casual-Look ausreichend. Verzichte auf grelle Farben, zu viele Accessoires oder zu starkes Parfum. Falls du dir unsicher bist, gilt: lieber zu förmlich als zu leger.
Welche Kompetenzen werden im Assessment Center überprüft?
Durch die Übungen im Assessment Center können Personaler Kompetenzen und Fähigkeiten erkennen, die im klassischen Bewerbungsgespräch unentdeckt bleiben würden.
Eine der wichtigsten Kompetenzen ist Stressresistenz. Die Bearbeitungszeit der Aufgaben ist knapp. Arbeitgeber können so herausfinden, ob du unter Druck ruhig und handlungsfähig bleibst.
Auch Durchsetzungsvermögen und Selbstbewusstsein können im Assessment Center überprüft werden. In Gruppenaufgaben wird klar, ob du deine eigene Meinung vertreten kannst, ohne dabei dominant zu wirken. Außerdem möchten Arbeitgeber wissen, ob du gut im Team arbeiten kannst.
Wie wichtig ist Körpersprache im Assessment Center?
Im Assessment Center bekommen die Personaler einen ersten Eindruck von dir. Deine Körpersprache hat einen großen Einfluss darauf, wie dein Verhalten und deine Aussagen wahrgenommen werden. Mit einer aufrechten, selbstbewussten Haltung und einem freundlichen Lächeln hinterlässt du einen positiven Eindruck.
Vermeide bestimmte negative Verhaltensweisen, die Unsicherheit oder Desinteresse vermitteln könnten:
- Verschränkte Arme wirken verschlossen und abwehrend.
- Hektische Gesten wirken unruhig und nervös.
- Nervöses Spielen mit Gegenständen lenkt im Gespräch ab und wirkt schnell unprofessionell.
- Ein abgewandter Blick wirkt unsicher und desinteressiert.
Welche Fehler sollte man im Assessment Center vermeiden?
Prüferinnen und Prüfer beurteilen hauptsächlich deine Soft Skills, dein Auftreten und deinen Gesamteindruck.
Das sind häufige Fehler im Assessment Center, die du vermeiden solltest:
- Fehlende Vorbereitung: Wenn du dich im Vorhinein nicht ausreichend über das Unternehmen informierst, wirkst du schnell desinteressiert.
- Schwaches Zeitmanagement: Verliere dich nicht in Details und schließe Aufgaben rechtzeitig ab. Behalte die Zeit im Blick und setze Prioritäten. Wenn möglich, unterteile Aufgaben in kleinere Schritte.
- Dominantes Verhalten: Sei ein guter Teamplayer! Wenn du zu forsch auftrittst oder andere unterbrichst, wirkst du schnell unhöflich oder ichbezogen. Höre den anderen aktiv zu und bringe dich in die Gruppe ein.
- Passivität: Traue dich, Vorschläge zu machen und eigene Ideen einzubringen. Wenn du dich zurückhältst, bleibst du den Prüferinnen und Prüfern weniger im Gedächtnis.
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Der Einstellungstest findet entweder als Teil des Assessment Centers statt, oder als separater Schritt im Bewerbungsprozess. Um beim Test gut abzuschneiden, ist eine sorgfältige Vorbereitung wichtig.
Zuerst solltest du in Erfahrung bringen, welche Themen geprüft werden, wie Assessment Center und Einstellungstest ablaufen und welche Hilfsmittel du mitbringen darfst. Die Infos erhältst du im Einladungsschreiben, auf der Website der Unternehmens oder durch einen Anruf beim zuständigen Ansprechpartner. Dann heißt es: gezielt die Aufgaben üben, die dich im Assessment Center und im Einstellungstest erwarten – am besten unter realistischen Bedingungen.
Um ein Gefühl für die richtige Zeiteinteilung zu bekommen, setze dir ein Zeitlimit zur Bearbeitung der Aufgaben. So lernst du, unter Druck zu arbeiten und die Nerven nicht zu verlieren. Stures Auswendiglernen von Antworten bringt dich selten weit. Es ist unwahrscheinlich, dass deine Übungsaufgaben 1:1 im Einstellungstest auftauchen. Wichtiger ist es, dass du dich mit den Lösungswegen und Antwortstrategien der verschiedenen Aufgabentypen vertraut machst, damit du sie im Einstellungstest auf ähnliche Aufgaben anwenden kannst.
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Vorstellungsgespräch Vorbereitung
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Logisches Denken
Studierfähigkeitstest