Feuerwehr Vorstellungsgespräch:
Fragen und Antworten, Vorbereitung, Tipps
Feuerwehr Vorstellungsgespräch: mehr als „nur“ Fragen und Antworten
Um eine Ausbildung bei der Feuerwehr zu starten, musst du zuerst ein umfangreiches Auswahlverfahren durchlaufen. Je nachdem, wo du dich bewirbst, unterscheidet sich der genaue Ablauf. Eines ist aber sicher, bei der Berufsfeuerwehr genauso wie bei einer Werksfeuerwehr: Das Vorstellungsgespräch ist Pflicht. Im gehobenen Dienst kann außerdem noch ein Assessment Center auf dich zukommen.
Die Personaler erfahren durch deine Antworten im Vorstellungsgespräch, mit wem sie es zu tun haben. Mit deiner Bewerbung hast du schon einen guten Eindruck hinterlassen. Neben der fachlichen Qualifikation interessiert die Interviewer nun, ob du von deiner Persönlichkeit her zur Feuerwehr passt. Und auch du erhältst Antworten auf deine Fragen zu Ausbildung und Beruf, die sich in der Vorbereitung ergeben haben. Wenn du die Dos und Don'ts kennst und ein paar Tipps befolgst, kannst du im Vorstellungsgespräch mit souveränem Auftreten punkten.
Erfahrungsbericht: Feuerwehr Vorstellungsgespräch
Nach meiner Ausbildung zum Rettungssanitäter habe ich ein paar Jahre in dem Beruf gearbeitet, mich dann aber entschieden noch einmal umzusatteln: Ich habe mich bei der Berufsfeuerwehr für die Ausbildung zum Brandmeister beworben. Das hatte ich schon bei meiner ersten Ausbildung als Option im Hinterkopf. Früher war ich zuerst bei der Jugend-, dann kurze Zeit auch bei der regulären Freiwilligen Feuerwehr. Ich wusste also schon, dass ausgebildete Sanitäter bei der Feuerwehr gerne gesehen sind. Trotzdem musste ich nach meiner Bewerbung natürlich erst einmal das Auswahlverfahren durchlaufen.
Online-Einstellungstest und Sporttest
Die erste Herausforderung ist der Einstellungstest: Seit Corona findet er online statt und man kann ihn bequem von zuhause aus machen. Dank meiner ersten Ausbildung wusste ich ungefähr, was auf mich zukommt, war gut vorbereitet und habe die Aufgaben in Kategorien wie Deutsch, Mathe, Logik und Physik gut lösen können.
Mehr Respekt hatte ich vor dem Sporttest. Der ist ziemlich umfangreich und herausfordernd, hat aber den Vorteil, dass man vorher genau weiß, was auf einen zukommt und so gezielt trainieren kann. Es gibt eine Reihe von Übungen, bei denen vor allem Kraft und Ausdauer getestet werden. Man muss zum Beispiel Liegestütze machen, einen Medizinball werfen, und einen 3000-Meter-Lauf mussten wir auch absolvieren. Dazu kommt noch das Besteigen der Feuerwehrleiter. Wer das nicht über sich bringt, scheidet natürlich aus.
Vorstellungsgespräch
Nachdem ich alles soweit gut hinter mich gebracht hatte, wurde ich zum Vorstellungsgespräch gebeten. Wenn ich mich richtig erinnere, waren es 6 Personen, denen ich mich vorstellen musste, wobei der Leiter der Feuerwehrschule meistens das Wort geführt hat. Zur Begrüßung wurde ein wenig Small Talk gemacht, ich weiß gar nicht mehr genau, worum es ging.
Dann ging es aber auch schon ans Eingemachte: Ich sollte mich kurz vorstellen und den Herrschaften meinen Lebenslauf erläutern. Ich war da schon recht selbstbewusst, denn mir war klar, dass ich mit meinem Hintergrund sehr gute Chancen haben muss. Zuviel Selbstbewusstsein kann aber natürlich schnell arrogant rüberkommen. Da muss man eine Balance finden.
Die Fragen zum Feuewehrberuf waren für mich kein großes Problem, aber schon sehr detailliert. Da wurde auch gerne nochmal nachgehakt: wie man sich den Berufsalltag vorstellt, was man für Vor- und Nachteile des Berufs hält, und noch einige Fragen mehr. Es ist also wichtig, dass man sich vor einem Vorstellungsgespräch wirklich mit dem Thema beschäftigt hat.
Es kamen auch ein paar Fragen, mit denen die Herren (Frauen waren tatsächlich gar keine dabei) es allgemein auf mein Wissen über die Feuerwehr abgesehen hatten. Ich musste zum Beispiel die Aufgabengebiete aufzählen. Es kann im Prinzip nicht schaden, wenn man sich auf das Vorstellungsgespräch ähnlich gründlich vorbereitet wie auf den Einstellungstest.
Am Schluss durfte ich dann Rückfragen stellen. Die hatte ich mir vorher überlegt, damit ich nicht komplett desinteressiert wirke. Man kann ja zum Beispiel immer fragen, wie viele Auszubildende oder Mitarbeiter es gibt, so etwas in die Richtung. Es ist dann nur wichtig, dass die Info nicht schon auf der Homepage steht. Sonst hinterlässt man nämlich am Ende nochmal den Eindruck, dass man sich nicht richtig schlau gemacht hat.
Wenn ihr die ganze Sache aber gut vorbereitet angeht, dann wird das schon klappen. Ich habe nach ein paar Tagen die Zusage bekommen und war dann doch erleichtert. Im Nachhinein habe ich mir nämlich den Kopf darüber zerbrochen, ob ich nicht zu dick aufgetragen habe. Die Sorge war aber unnötig: Ich hatte den Ausbildungsplatz in der Tasche.
Florian, 22 Jahre
Feuerwehr Vorstellungsgespräch: Welche Fragen kommen vor?
Beim Vorstellungsgespräch hast du Gelegenheit, die Personalverantwortlichen live von deinen Qualitäten zu überzeugen. Schon der erste Eindruck bei der Begrüßung kann entscheidend sein – achte in der Vorbereitung darauf. Danach sprecht ihr sicher über den Feuerwehrberuf, den alltäglichen Betrieb und den Ablauf der Ausbildung. Bereits vorhandenes Wissen und fachliche Kompetenzen werden abgefragt, und auch soziale und persönliche Kompetenzen kommen zur Sprache. Zum Ausklang des Gesprächs kannst du eigene Fragen stellen, die sich während der Vorbereitung ergeben haben.
Es kommt im Vorstellungsgespräch auch auf die Details an. Angemessene Vorbereitung heißt auch, dass dein Smartphone während des Gesprächs abgeschaltet ist. Noch ein paar Tipps, die du beherzigen solltest: Bewahre Körperspannung, bewege dich nicht allzu viel und vermeide es, dauernd auf die Uhr zu schauen. Wenn du den guten Eindruck aus dem Vor-stellungsgespräch unterstreichen möchtest, kannst du das mit einer Dankes-E-Mail tun. So zeigst du, dass du weiterhin Interesse an der Feuerwehr hast.
Begrüßung und Einstieg
Leeres Gerede? Weit gefehlt! Beim Small Talk zum Einstieg verschaffen sich Personaler einen ersten Eindruck – und der kann entscheidend sein. Zur Vorbereitung solltest du deshalb die gängigen Fragen und Antworten checken. Tipp: Bleibe positiv!
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch:
- Wie geht es Ihnen heute?
- Haben Sie gut hergefunden?
- Mit dem Wetter haben wir heute Glück, oder?
- Möchten Sie etwas trinken?
Beispiel
„Möchten Sie etwas trinken, darf ich Ihnen ein Glas Wasser oder einen Kaffee anbieten?“
Das Bewirtungsritual ist zum einen eine Sache der Höflichkeit. Zum anderen erhalten Sie dadurch eine günstige Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, sich mit der Situation vertraut zu machen und die positiven Signale des Interviewers zu erwidern.
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Worauf kommt es an?
Natürlich könnten Sie das Angebot auch ablehnen. Aber warum sollten Sie? Ein „Ja“ klingt als Antwort einfach viel besser als ein „Nein“, das an dieser Stelle weniger von höflicher Zurückhaltung zeugt als von falscher Bescheidenheit. Darüber hinaus lässt sich mit einem Schluck aus dem Glas später geschickt die ein oder andere Nachdenkpause füllen. Aber verlangen Sie bitte keine Extras, die Auswahl gibt der Personaler vor. Falls er nur allgemein nach Getränkewünschen fragt, liegen Sie mit Wasser, Tee oder Kaffee richtig.
Musterantworten
„Danke sehr, ich würde gern ein Glas Wasser nehmen, wenn es keine Umstände macht.“
„Danke, ich hätte gern einen Latte macchiato. Aber nur, wenn das möglich ist.“
Die Schnellkritik: Die Relativierung im zweiten Satz kann nur noch wenig retten: Der Personaler hat Wasser und Kaffee angeboten – etwas anderes steht nicht zur Debatte. Wie soll er auf diesen Sonderwunsch reagieren? Der wahrscheinlichste Fall: Er weist die Bitte freundlich, aber bestimmt zurück und macht sich unvorteilhafte Gedanken über den nassforschen Bewerber.
Fragen zu Beruf und Betrieb
Gute Vorbereitung heißt: Du machst dir vorab klar, warum du zur Feuerwehr möchtest. Sammle Informationen zur Ausbildung, zum Berufsalltag und zu den Gegebenheiten vor Ort. So lieferst du im Vorstellungsgespräch überzeugende Antworten auf Fragen zum Beruf.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch:
- Wo und wie haben Sie sich über den Feuerwehrberuf informiert?
- Was qualifiziert Sie denn für den Feuerwehrberuf?
- Wie stellen Sie sich den Dienstalltag bei der Feuerwehr vor?
- Was sind für Sie Vor- und Nachteile des Berufs?
Beispiel
„Was wissen Sie über die Berufsfeuerwehr XY und ihre Aufgaben?“
Niemand bewirbt sich „einfach so“ aus Lust und Laune. Die Personaler gehen davon aus, dass sich der Kandidat vorab eingehend mit seinem Wunsch-Arbeitgeber beschäftigt hat. Dessen Aufgaben und Organisationsstrukturen lassen sich meist bequem online auskundschaften: Alle größeren Feuerwehren präsentieren sich ausführlich im Internet.
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Worauf kommt es an?
Frischen Sie Ihre Kenntnisse vor dem Gespräch am besten noch einmal gründlich auf. Informieren Sie sich über den Aufbau und die Zuständigkeiten des Stellenanbieters. Die offene Fragestellung lädt zu einem weiträumigen Rundumschlag ein – je mehr wichtige Einzelheiten Sie unterbringen, desto besser
Musterantwort
Berufsfeuerwehr Berlin: „Was die Aufgaben angeht, spricht man allgemein oft von ‚retten, löschen, bergen, schützen‘: Die Feuerwehr rettet Menschen aus Gefahren, löscht Brände, birgt Sachgüter oder Tiere und betreibt vorbeugenden Brandschutz. In Berlin, der Hauptstadt und größten Stadt Deutschlands, stelle ich mir die Arbeit natürlich besonders anspruchsvoll und abwechslungsreich vor. Die Berliner Berufsfeuerwehr ist die größte des Landes, mit mehr als 4.000 Angehörigen und 34 Feuerwachen. Dazu kommen noch einmal 1.500 freiwillige Feuerwehrleute. Der Aufgabenbereich ist gewaltig. Es gibt dicht besiedelte Wohnbezirke, U- und S-Bahn-Linien, Autobahnen, Häfen, Chemieanlagen und den Flughafen Tegel direkt im Stadtgebiet. Auf der anderen Seite besteht Berlin auch aus Flüssen, Seen und weiten Grünflächen. Man kann sich also vorstellen, dass die Feuerwehr hier sehr breit aufgestellt sein muss.“
Soziale und persönliche Kompetenzen
Teamplayer oder Einzelgänger, Fitnessfreak oder Sportmuffel? Du entscheidest, was du in deinen Antworten über dich verrätst. Achte aber in der Vorbereitung darauf, welche deiner Eigenschaften für den Feuerwehrberuf besonders vorteilhaft sind.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch:
- Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
- Treiben Sie Sport?
- Wo sehen Sie Ihre Stärken/Schwächen?
- Verfolgen Sie die Nachrichten?
Beispiel
„Was heißt für Sie ‚Teamarbeit‘?“
Toll, ein anderer macht’s: Wer „Team“ so buchstabiert, hat im Berufsleben schlechte Karten. Arbeit ist heutzutage fast immer Teamwork im Kollektiv, folgt gemeinsamen Zielen und setzt ein hohes Maß an Kooperation voraus. Jeder Einzelne bringt sein Können zum Wohle aller ein, alle Ichs ergänzen sich zum Wir. Wo Führungsstärke gefragt ist, darf das Ich auch ein wenig dominanter sein.
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Worauf kommt es an?
Einen teamfähigen Mitarbeiter erkennt man an verschiedenen Eigenschaften: Er orientiert sich am Gesamtergebnis, nicht am Eigennutzen; er hält Konflikte aus und löst sie; er ist kompromissbereit und zuverlässig; er ist lernwillig und engagiert. Lassen Sie ein paar dieser Eigenschaften unauffällig anklingen. Die Personaler suchen tendenziell eher Mannschaftsspieler, keine Egoisten im Teampelz. Selbstständig wiederum sollte der Azubi natürlich schon sein.
Musterantworten
„Teamarbeit … wie sage ich das am besten … Teamarbeit heißt für mich: zusammen arbeiten, um ans Ziel zu kommen. Gemeinsam lässt sich doch meistens mehr erreichen als alleine. Jeder kann unterschiedliche Dinge besonders gut. In einem Team kann man alle Stärken kombinieren, die einzelnen Schwächen ausgleichen und am Ende um ein Vielfaches besser arbeiten. Vorausgesetzt, die Gruppe funktioniert: Das setzt voraus, dass man sich auf seine Kollegen verlassen kann, dass man sich aufeinander einstellt und Probleme gemeinsam löst. Im Sinne der Gemeinschaft, des Teams, muss sich jeder an die eigene Nase packen und überprüfen, wo der Egoismus beginnt – dann klappt die Zusammenarbeit.“
Wissen und fachliche Kompetenzen
Einige Kenntnisse sind Voraussetzung für die Feuerwehrkarriere. Deshalb musst du im Vorstellungsgespräch mit Fragen zum physikalisch-technischen Verständnis sowie zu Organisation und Struktur der Feuerwehr rechnen. Auch hier gilt: Vorbereitung ist Trumpf!
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch:
- Können Sie uns die Einsatzgebiete der Feuerwehr nennen?
- Welche Rolle spielt der Rettungsdienst?
- Können Sie uns etwas über unsere Feuerwehr erzählen?
- Was wissen Sie denn allgemein über die Feuerwehr?
Beispiel
„Was bezeichnet die sogenannte ‚Hilfsfrist‘?“
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Erklärung
Die „Hilfsfrist“ bezeichnet den Zeitraum vom Eingang eines Notrufs bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte. Mithilfe dieser Kennziffer plant man den Aufbau der Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort und überprüft deren Leistungsfähigkeit. Die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) nennt für kritische Wohnungsbrände eine angepeilte Hilfsfrist von höchstens 9,5 Minuten – 1,5 Minuten für das Gespräch mit dem Meldenden und die Einteilung des Einsatzes, 8 Minuten für die Anfahrtszeit. Bei Wohnungsbränden droht eingeschlossenen Personen nach 17 Minuten eine Rauchvergiftung.
Gesprächsausklang und Abschied
Zum Abschluss des Vorstellungsgesprächs wird resümiert, wie das Gespräch für dich war und welchen Eindruck du gewonnen hast. Jetzt kannst du Fragen aus der Vorbereitung stellen – denn als aufgeweckter und interessierter Bewerber hast du welche mitgebracht.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch:
- Welchen Eindruck vom Beruf haben Sie bisher gewonnen?
- Kennen Sie Feuerwehrangehörige aus ihrem privaten Umfeld?
- Haben Sie sich schon einmal bei der Feuerwehr beworben?
- Gibt es noch etwas, das Sie wissen möchten?
Beispiel
„Welchen Eindruck haben Sie im Auswahlverfahren von unserer Feuerwehr gewonnen?“
Eine derart durchschaubare Frage sollte man eigentlich auch mit einer simplen Antwort abhandeln können. Aber im Vorstellungsgespräch herrscht nun einmal keine Waffengleichheit. Jetzt liegt es an Ihnen, das erhoffte Lob in wohl gewählte Worte zu verpacken, ohne zu plump zu wirken. Falls Sie die Stelle weiterhin reizt, haben Sie bislang natürlich einen sehr guten Eindruck gewonnen, können berichten, was genau Ihnen gefallen hat, und dadurch das Interesse am Ausbildungsplatz abschließend bekräftigen.
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Worauf kommt es an?
Lassen Sie das bisherige Bewerbungsverfahren Revue passieren, insbesondere natürlich das Interview. Bedanken Sie sich für die informative Unterhaltung und heben Sie die für Sie spannendsten Punkte hervor. Natürlich kann ein Vorstellungsgespräch auch ernüchternd verlaufen – unverhohlene Kritik sollte man sich jedoch lieber zweimal überlegen: Sehr wahrscheinlich ist der Ausbildungsplatz dann passé.
Musterantworten
Ich habe einen sehr positiven Eindruck gewonnen, der meine bisherigen Erfahrungen bestätigt. Als ich die Stellenanzeige gelesen habe, hatte ich gleich ein gutes Gefühl, weil ich dachte: ‚Das ist genau das, was ich will‘. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir die Ausbildung heute so genau vorzustellen. Was Sie mir beschrieben haben, entspricht ziemlich genau dem, was ich mir vorgestellt habe und was ich kann beziehungsweise lernen möchte. Neben der Ausbildung an sich reizen mich auch die Weiterbildungsmöglichkeiten. Außerdem haben Sie ja gemeint, dass man gute Aufstiegschancen hat, wenn die Leistungen stimmen. Ich kann mir deswegen sehr gut vorstellen, hier zu arbeiten.“
„Puh, also ich glaube, ich war ganz schön aufgeregt. Es kann sein, dass mir an der einen oder anderen Stelle die Worte gefehlt haben. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht immer das sagen konnte, was ich eigentlich sagen wollte. Aber ich hoffe, dass ich Sie trotzdem überzeugen konnte.“
Die Schnellkritik: Bescheidenheit mag eine lobenswerte Tugend sein, aber dieser Schuss geht leider nach hinten los. Die Interviewer erwarten positive Signale, die vermitteln, dass man weiterhin ernsthaft am Ausbildungsplatz interessiert ist. Hier erhalten sie stattdessen ein negativ grundiertes Feedback, das sich ausschließlich um persönliche Unzulänglichkeiten dreht. Es gibt keinen Grund, sich am Ende des Interviews kleinlaut für das Gesprächsverhalten zu entschuldigen. Es sei denn, man möchte hauptsächlich mit seinen Schwächen in Erinnerung bleiben.
Assessment Center
Manche Feuerwehren setzen zusätzlich zum Vorstellungsgespräch auf ein Assessment Center. Hier kommt deine soziale Kompetenz und Teamfähigkeit auf den Prüfstand. Besorge dir in der Vorbereitung Tipps, welche Stationen und Aufgaben auf dich warten.
Typische Aufgaben im Assessment Center:
- Gruppendiskussion
- Vortrag
- Rollenspiel
Beispiel
Die Vorstellungsrunde
Dauer: ca. 3–10 Minuten pro Teilnehmer
Ein Gebot der Höflichkeit: Wenn Fremde miteinander arbeiten wollen, schließen sie erst einmal Bekanntschaft. Ein Assessment Center macht da keine Ausnahme. Bei der obligatorischen Kennenlern-Runde übernehmen in der Regel die Prüfer die Initiative: Sie stellen sich mit Namen und Position vor, skizzieren den Ablauf des Assessment Centers und stecken den organisatorischen Rahmen ab. Danach sind die Bewerber an der Reihe, sich entweder selbst (in Form eines Kurzvortrags) oder gegenseitig zu präsentieren. Diese interaktive Variante ist seltener und etwas anspruchsvoller, denn sie beinhaltet eine zusätzliche Vorbereitungsphase, in der sich die Kandidaten untereinander absprechen.
Die Selbstvorstellung
Oft wird man im Rahmen der Vorstellungsrunde gebeten, in Form einer Selbstpräsentation ein paar Worte über sich zu verlieren. Wie für jede Vortragsform gilt auch hier: Kurze Sätze vermitteln prägnante Informationen, aufgereiht an einem roten Faden. Natürlich sind die Prüfer nicht an jedem Aspekt der Biografie gleichermaßen interessiert. Erwähnen sollte man vor allem den bisherigen Werdegang (Schule, Berufserfahrung), Stärken und Interessen (Lieblingsfächer), die persönliche Ausbildungsmotivation sowie die Zukunftsvorstellungen.
Falls Sie schon vorher wissen, dass im Assessment Center eine Selbstpräsentation ansteht, bleibt Ihnen einige Zeit zur Vorbereitung. Die sollten Sie nutzen! Üben Sie das freie Sprechen, trainieren Sie Ihre rhetorische Sicherheit vor Freunden, Eltern oder Geschwistern. Legen Sie sich griffige Formulierungen zurecht und vermeiden Sie Negativsätze: besser „Ich möchte das noch lernen“ als „Das kann ich nicht“, lieber „Ich freue mich auf die Herausforderung“ statt „Damit habe ich mich bisher gar nicht beschäftigt“. Bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen und versuchen Sie nicht, Ihre Mitbewerber durch übertriebenes Auftrumpfen auszustechen.
Tipps zu Kleidung und Körpersprache
Natürlich willst du dich im Vorstellungsgespräch von deiner besten Seite zeigen. Dafür unver-zichtbar: die passende Kleidung. Bei der Feuerwehr wirkst du mit Anzug und Krawatte oder im schicken Kostüm schnell overdressed. Bodenständiger bist du im Casual-Look unterwegs: eine schlichte Stoffhose oder eine dunkle Jeans, kombiniert mit einem einfarbigen Shirt oder Top, dazu das passende Sakko, Blazer oder Pullover. Der Übergang zum etwas schickeren Business Casual ist fließend. Achte darauf, dass du dich in deinem Outfit wohlfühlst und dir nicht ver-kleidet vorkommst. Kleide dich aber im Zweifel lieber ein bisschen konservativer als zu extravagant.
Für den Eindruck, den du bei den Interviewern hinterlässt, spielt auch deine Körpersprache eine wichtige Rolle. Um Selbstvertrauen, Aufgeschlossenheit und Interesse zu vermitteln, solltest du Blickkontakt herstellen und eine offene und zugewandte Sitzposition einnehmen. Achte auf einen freundlichen Gesichtsausdruck. Vermeiden solltest du: übertriebene Gestik und Mimik, Spielen mit Gegenständen auf dem Tisch, Fußwippen, Nägelkauen oder Durch-die Haare-Fahren. Du bist aber nunmal nervös? Tipp: Stelle deine Füße fest auf den Boden und lege deine Hände mit dem Handrücken nach oben auf den Tisch.
Vorstellungsgespräch Vorbereitung: eTrainer-Onlinetest (kostenlos)
„Warum haben sie sich eigentlich bei uns beworben?“ Auf Fragen wie diese solltest du Antworten parat haben, wenn dein Vorstellungsgespräch zum Erfolg werden soll. Deshalb ist Vorbereitung angesagt: Wenn du die gängigen Fragen der Personaler kennst, hinterlässt du durch souveräne Antworten einen überzeugenden Eindruck bei den Interviewern. Dass du dich über den Arbeitgeber und die Stelle informierst, ist dabei selbstverständlich. Achte bei der Vorbereitung aber auch auf scheinbar Nebensächliches: Wieviel Zeit musst du für die Anfahrt einplanen, und was ziehst du zum Vorstellungsgespräch an?
Damit dir die passende Antwort nicht erst nach dem Vorstellungsgespräch einfällt, checkst du aber vor allem die Fragen ab, die auf dich zukommen können. Der Ablauf von Bewerbungs-gesprächen ist nämlich in der Regel ziemlich ähnlich, und ein Großteil der Fragen vorhersehbar. Überlege dir also schon vorher, was du auf Fragen zu deiner Berufswahl, deinen Stärken und Schwächen oder auch deinen Hobbys antworten könntest. Vielleicht kennst du auch schon jemandem, der in dem Beruf arbeitet und dir wertvolle Tipps geben kann.
eTrainer: Deine Online-Vorbereitung für das Feuerwehr Vorstellungsgespräch und Assessment Center
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