LPA-Test Bayern:
Aufgaben, Ablauf, Onlinetest üben
Wie verläuft der LPA-Test?
In Bayern Beamtin oder Beamter werden – wer sich dieses Ziel gesetzt hat, der kommt am Bayerischen Landespersonalausschuss (kurz LPA) meist nicht vorbei: Er veranstaltet die Auswahlverfahren für Studienplätze an der landeseigenen Hochschule für den öffentlichen Dienst sowie für Ausbildungsplätze in der öffentlichen Verwaltung, in der Justiz und im allgemeinen Vollzugsdienst.
Abhängig davon, für welche Laufbahn du dich bewirbst, gibt es jedes Jahr einen festen Prüfungstermin: Für die 2. Qualifizierungsebene (früher „mittlerer Dienst“) findet der Beamtentest Anfang Juni statt, für die 3. Qualifizierungsebene („gehobener Dienst“) Anfang Oktober. Aus dem Testergebnis sowie den Schulnoten in Deutsch, Mathematik und (in der 3. Qualifikationsebene) einer Fremdsprache errechnet sich am Ende eine Gesamtnote. Sie entscheidet darüber, auf welchem Platz der Bewerber-Rangliste du schließlich landest. Wenn du es auf die vorderen Ränge schaffst, kannst du damit rechnen, gleich von mehreren Behörden passende Stellenangebote zu erhalten.
Erfahrungsbericht: LPA-Test 2. Qualifizierungsebene
Warum nicht in den öffentlichen Dienst? Bis ich mir mit meiner Berufswahl einigermaßen sicher war, hat es zum Leidwesen meiner Eltern ziemlich lange gedauert, aber am Ende hat mich der „Arbeitgeber Staat“ dann doch überzeugt. Man verdient in der Ausbildung zum Verwaltungswirt im Vergleich schon ganz ok, hat danach einen sicheren Arbeitsplatz und kann gut für die Zukunft planen – Stichwort Familie.Bewerbung
Beworben habe ich mich direkt bei der Gemeinde, bei der ich arbeiten will. Dafür musste ich den kompletten Satz an Unterlagen einreichen, also Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse etc. Parallel dazu habe ich mich beim LPA online für den Beamtentest angemeldet, ganz einfach und formlos, irgendwelche Unterlagen waren dafür nicht nötig. Die Einladung zur Prüfung bekam ich dann Ende Juni, also nur gut zwei Wochen vor dem Testtermin. Mit dem Lernen hatte ich natürlich schon vorher angefangen. In dem Schreiben wurde mir auch der Prüfungsort mitgeteilt.LPA-Test: Sprache
Als man uns die Prüfungshefte ausgeteilt hatte, habe ich mein Exemplar erst einmal von vorne bis hinten durchgeblättert, um mich grob zu orientieren. Das Heft war nämlich ziemlich dick, und die Bearbeitungszeit – insgesamt drei Stunden – musste man sich selbst einteilen. Dann ging es los. Direkt am Anfang gab es einen längeren Text zum Thema Roboter mit einer ganzen Reihe von zugehörigen Fragenblöcken – zur Gliederung, zur Aussage, zu den vorkommenden Fremdwörtern und so weiter. Allein diese Aufgaben haben gut und gerne vier Seiten in Anspruch genommen. Im Anschluss kamen dann noch weitere Fragen rund um das Thema Roboter. Aber nicht falsch verstehen: Wir mussten keine Roboter-Experten sein oder so, das war nur der Aufhänger. Geprüft wurden Rechtschreibung und Grammatik (einmal mussten wir zum Beispiel einen Text auf Fehler untersuchen), inhaltliches Verständnis, Wortschatz und so.LPA-Test: Wissen
Neben Sprache war Allgemeinwissen der zweite große Schwerpunkt im Test. Wir mussten zum Beispiel mithilfe einer Weltkarte einen Seeweg von A nach B korrekt bestimmen oder erkennen, welcher Buchstabe auf der Karte für welches Land steht. Im Bereich Wirtschaft erhielten wir einen Lückentext zur konjunkturellen Entwicklung, den wir mit den richtigen Begriffen aus einer Auswahlliste füllen sollten. In Geschichte wurden wir auch geprüft. Da gab es unter anderem eine Aufgabe zum 9. November, bei der wir die verschiedenen Ereignisse, die in Deutschland an diesem Tag passiert sind, der richtigen Jahreszahl zuordnen sollten. Fragen zur Berlin-Blockade oder zur Gründung des Freistaats Bayern kamen ebenfalls vor. Aufgaben zur Antike, zum Mittelalter oder zur frühen Neuzeit gab es dagegen überhaupt nicht.LPA-Test: Logik
An ein paar Logikaufgaben kann ich mich auch noch erinnern. Abgesehen von den vielen Diagrammaufgaben zu irgendwelchen Statistik-Schaubildern waren sie sehr unterschiedlich, und von einem Aufgabentyp kam immer nur eine Aufgabe dran. Einmal mussten wir zum Beispiel entscheiden, welches Wort ein Wortpaar ergänzt: Vorgegeben waren „Berg und Tal“ und „Tag und Nacht“, und wir sollten den passenden Partner zu „Freund und ...“ finden (natürlich „Feind“, weil alle Begriffspaare aus Gegensätzen bestehen). Außerdem waren Zahlen-, Buchstaben- und Figurenreihen fortzusetzen oder Knobeleien wie diese zu lösen: „Bertha hat vier Hunde. Hund 1 ist kleiner als Hund 2, Hund 2 ist kleiner als Hund 3, Hund 3 ist größer als Hund 4. Welcher Hund ist am größten?“LPA-Test: Konzentration
Ganz zum Schluss fanden sich unter dem launigen Titel „Konzentration ist alles“ noch einige Konzentrationstests im Prüfungsheft. Es waren nicht viele, und an sich waren sie auch nicht schwer, aber wenn man nach fast drei Stunden Prüfung nicht mehr der Frischeste ist, bekommt man automatisch Schwierigkeiten. Die Aufgaben waren so aufgebaut, dass man eine Reihe bzw. ein ganzes Feld voller Buchstaben erhielt und darin bestimmte Buchstaben, Buchstabenfolgen oder Begriffe finden sollte.
Unter der Anspannung verging die Zeit wie im Flug. Wenn man nicht aufgepasst und die Uhr im Auge behalten hat, konnte man schnell den Überblick verlieren und sich verzetteln. Ich hoffe, meine Erfahrungen helfen euch ein bisschen bei eurer Vorbereitung. Viel Erfolg!
Lucas, Auszubildender zum Verwaltungswirt (Kommunalverwaltung)
Erfahrungsbericht: LPA-Auswahlprüfung 3. Qualifizierungsebene
Servus, ich bin Katja und absolviere aktuell mein Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern. Bürokratisch ausgedrückt bin ich Laufbahn-Anwärterin in der dritten Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst. Meine Entscheidung, nach dem Abitur in den öffentlichen Dienst zu gehen, habe ich nach dem Besuch einer Karrieremesse getroffen und bis heute nicht bereut, auch wenn es hier und da – wie in wahrscheinlich jedem Beruf – auch einmal ein Tief gibt.
Grundsätzlich finde ich es attraktiv, dass ich als Teil der bayerischen Staatsverwaltung einen Beitrag für ein funktionierendes Gemeinwesen leisten kann. Schon jetzt kann ich im Rahmen meiner praktischen Ausbildung verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen, und es macht mir Spaß, mich in komplizierte Fachthemen „reinzufuchsen“.Die Auswahlprüfung
Der Termin meiner Auswahlprüfung wurde mir etwa zwei Wochen vorher im Einladungsschreiben mitgeteilt. Es gibt diverse Prüfungsorte in ganz Bayern, und so hatte ich dann auch eine relativ kurze Anreise ohne größeren Stress. Nervosität war natürlich trotzdem vorhanden. Und bereits in der Einweisung wurde auch dem Letzten von uns klar, dass man die Prüfung unbedingt ernst nehmen sollte. Die Prüfer waren relativ „zackig“ und kamen ohne größere Umschweife zur Sache.
Insgesamt dauerte die Prüfung vier Stunden. Für die Zeiteinteilung war man selbst verantwortlich. Zur Bearbeitung erhielt man ein Aufgabenheft und einen separaten Lösungsbogen. Netterweise fand sich auf den ersten Seiten des Aufgabenhefts der freundliche Hinweis, dass am Ende der Prüfung noch eine Abhandlung zu verfassen sei und man dafür 75 Minuten Zeit reservieren solle. Ein Tipp: Auf dem Lösungsbogen stehen die pro Aufgabe zu erreichenden Punkte – für Aufgaben mit höheren Punktzahlen könnt ihr mit entsprechend mehr Zeitaufwand rechnen.Deutsche Sprache
Fremdsprachenkenntnisse werden nicht überprüft, in der LPA-Prüfung geht es nur um das Sprachvermögen in Deutsch. Wobei sich das „nur“ nicht auf die Komplexität bezieht. Gleich die erste Aufgabe war eine anspruchsvolle Textanalyse, bei der wir einen Zeitungsartikel untersuchen mussten. Konkret ging es darum, die behandelten inhaltlichen Aspekte zu benennen, den inhaltlichen Aufbau zu erkennen, die Meinung des Autors einzuschätzen und den Text treffend zu charakterisieren. Im weiteren Verlauf der Prüfung mussten wir unter anderem Nebensätze bestimmen und Gesetzestexte verstehen, und last not least wartete die bereits angesprochene Abhandlung auf uns. Die Fragestellung stammte aus dem Bereich E-Government, es ging also um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.Allgemeinbildung
In puncto Allgemeinwissen sollte man für die Auswahlprüfung breit aufgestellt sein. Abgedeckt werden Themen von Geografie über Geschichte, Wirtschaft, Recht und Staatsbürgerkunde bis hin zur politisch-kulturellen Zeitgeschichte. Bei vielen Aufgaben lassen sich die Prüfungsgebiete oft gar nicht scharf voneinander trennen. So hat zum Beispiel in ein und demselben Lückentext an manchen Stellen eine geografische Bezeichnung gefehlt, an anderen Stellen war es ein politischer Begriff oder der Name einer historischen Persönlichkeit. Auffällig war auch die Vielzahl an Diagrammen und Schaubildern. Dazu erhielten wir jeweils mehrere Aussagen und mussten entscheiden, welche davon zutreffen und welche nicht. Allgemeinwissen und Sprache waren mit Abstand die umfangreichsten Prüfungsgebiete.Logikaufgaben
Die Kategorie Logik war, was die Art der Aufgabenstellungen angeht, am vielfältigsten. Es gab zum Beispiel sprachgebundene Aufgaben, bei denen wir Begriffe mit gleicher bzw. gegensätzlicher Bedeutung zuordnen sollten. Oder Textaufgaben, bei denen wir uns durch verschachtelte Zusammenhänge hangeln mussten. Besonders knifflig war ein Abschnitt zu einer fremden (fiktiven) Sprache: Vorgegeben waren mehrere kurze Beispielsätze mitsamt deutscher Übersetzung, und wir sollten per Multiple-Choice-Auswahl die richtige Übersetzung für mehrere Aufgabensätze bestimmen. Außerdem mussten wir Symbolrechnungen lösen, wobei jedes Symbol für eine Zahl stand. Im visuellen Bereich sollten wir unter anderem herausfinden, wie ein abgebildeter Würfel aus anderen Perspektiven aussieht.
Katja, Regierungsinspektoranwärterin (nichttechnischer Verwaltungsdienst)
LPA-Test in Bayern: Welche Aufgaben kommen vor?
Der LPA-Test ist ein klassischer „Pen & Paper“-Test – soll heißen: Gearbeitet wird mit Stift und Papier. Im Mittelpunkt stehen Sprach- und Wissensaufgaben, ergänzt durch Logik- und Konzentrationstests. Der Beamtentest für die 3. Qualifizierungsebene ist etwas schwieriger und mit vier Stunden auch 60 Minuten länger als die Prüfung für Ausbildungsbewerber. Doch im Großen und Ganzen ist der Aufbau ähnlich. Multiple-Choice-Aufgaben kommen im LPA-Test ebenso vor wie Fragen, bei denen du die Lösungen eigenhändig eintragen musst.
Das Besondere am LPA-Test: Jede Prüfung steht im Zeichen eines bestimmten Themenschwerpunkts. Dabei handelt es sich in der Regel um ein gesellschaftliches Zukunftsthema aus Bereichen wie Digitalisierung, Globalisierung, Wirtschaft, Technik, Wissenschaft oder Nachhaltigkeit. Darauf bezieht sich ein Großteil vor allem der Sprach- und Wissensaufgaben. Generell stehen die Prüfungskategorien im LPA-Test nicht isoliert nebeneinander, sondern mischen sich in fächerübergreifenden Aufgabenblöcken.
Sprachbeherrschung
Den Auftakt im LPA-Test macht normalerweise ein umfangreicher Abschnitt zur deutschen Sprache: Gleich zu Beginn erhältst du einen umfangreichen Text, den du hinsichtlich seiner Aussage und Gliederung analysieren sollst. An anderer Stelle sind Rechtschreibkenntnisse und Ausdrucksvermögen gefordert.
Typische Themen:
- Textverständnis
- Rechtschreibung und Grammatik
- Ausdrucksfähigkeit, Wortschatz
Beispielaufgabe: Textanalyse
Der Text „Computer am Steuer“ gliedert sich in fünf Absätze. Sie erhalten eine Aussagen. Bitte bestimmen Sie, ob die Aussage auf der Grundlage des Textes richtig ist („stimmt“), falsch ist („stimmt nicht“) oder ob der Text auf diesen Aspekt nicht eingeht („nicht zu entscheiden“).
Absatz 1
Freihändig mit dem Auto von Los Angeles nach San Francisco zu fahren, auf diese Idee muss man erst einmal kommen. In die Tat umgesetzt hat sie jüngst ein Tesla-Besitzer, der bei seinem Mittelklassewagen Model 3 die neue „Full Self Driving“-Funktion ausprobierte und ein Video davon im Internet veröffentlichte. 600 Kilometer entlang der Westküste. Nur einmal fühlte er sich zum Eingreifen genötigt, als er befürchtete, sein Wagen könne Trümmerteilen auf der Fahrbahn nicht rechtzeitig ausweichen. Die Tour erregte einige Aufmerksamkeit, Medien aus aller Welt berichteten. Zumindest in den USA dürfte man sich an solche Meldungen jedoch allmählich gewöhnen. Denn nicht nur der kalifornische Tesla-Konzern arbeitet beständig daran, Fahrzeuge immer autonomer zu machen. In Arizona befördert die Google-Tochter Waymo seit einiger Zeit Passagiere in Robotertaxis. Und hartnäckig halten sich Gerüchte, dass Googles Erzrivale Apple noch in diesem Jahrzehnt selbstfahrende Pkws auf den Markt bringen will.
Absatz 2
Google, Apple, Tesla: Die üblichen Verdächtigen, möchte man denken. Doch den Traum vom autonomen Fahren verfolgen nicht nur die Ideenschmieden aus Silicon Valley, er ist keine Kopfgeburt von visionären Draufgängern wie dem Tesla-Gründer Elon Musk. Das Ideal vom fahrerlosen Straßenverkehr greift weltweit um sich, und der Wettbewerb um die automobile Zukunft wird längst global ausgetragen. Allerorten versucht die Konkurrenz, den technologischen Vorsprung der US-Pioniere möglichst schnell wettzumachen. Auch deutsche Hersteller sind mit von der Partie. In Unterschleißheim bei München, praktisch nur einen Steinwurf von der Konzernzentrale entfernt, hat BMW 2018 seinen „Autonomous Driving Campus“ eröffnet, mit Platz für bis zu 1.800 Mitarbeiter. Bei VW, Daimler und Co. tüfteln Softwareentwickler, IT-Spezialisten und Ingenieure ebenfalls eifrig an der automobilen Zukunft. Es muss ja nicht gleich solche Dimensionen annehmen wie in Japan, wo Toyota zu Forschungszwecken ein ganzes Städtchen errichtet: In der experimentellen Siedlung „Woven City“, frei übersetzt „vernetzte Stadt“, sollen Zukunftstechnologien wie Autonomie und Robotik im realen Alltag erprobt werden. Der erste Spatenstich für das „lebendige Labor“ wurde im Februar 2021 gesetzt.
Absatz 3
Fragt man nach dem Sinn und Zweck der Computerisierung des Verkehrs, hört man von Befürwortern eine Menge überzeugender Argumente: weniger Stress, mehr Sicherheit, weniger Staus, mehr Zuverlässigkeit. Menschen gelangten entspannter von A nach B oder könnten die Zeit im Auto produktiv nutzen, statt roboterhaft Ampelsignale und Hinweisschilder zu befolgen. Automatisierte Busse könnten so günstig fahren, dass sich dadurch auch abgelegene Dörfer anbinden ließen. Der Verkehr liefe schneller und flüssiger, der tägliche Kleinkrieg auf den Straßen wäre vorbei, von klugen Algorithmen gelenkte Lkws könnten Güter zeit- und kostenoptimiert befördern. Und nicht zuletzt verschwände mit dem Fahrer aus Fleisch und Blut auch die häufigste Unfallursache im Straßenverkehr – rund 90 Prozent aller Unfälle lassen sich auf menschliches Versagen zurückführen. Kurzum: Autonomes Fahren wäre aus dieser Perspektive für alle ein Segen.
Absatz 4
Das alles klingt fast schon zu schön, um wahr zu sein. Und zumindest hierzulande fehlt der Bevölkerung noch der rechte Glaube an die euphorischen Versprechungen: Die Mehrheit der Deutschen steht der autonomen Mobilität kritisch gegenüber. In Umfragen meint nur knapp jeder Dritte, dass computergesteuerte Fahrzeuge die Straßen sicherer machen – doppelt so viele erwarten das Gegenteil. In puncto Zuverlässigkeit fällt das Ergebnis ähnlich ernüchternd aus. Und was im Ursprungsland der Maxime „freie Fahrt für freie Bürger“ womöglich noch gravierender ist: Fast drei von vier Befragten geben zu Protokoll, dass ihnen die Rolle des passiven Passagiers im eigenen Auto womöglich den Fahrspaß verleide. Das lästige Ein- und Ausparken, das stupide Stop-and-go im Berufsverkehr würde man dem Computer ja noch überlassen, aber ansonsten geben Deutschlands Autofahrer das Lenkrad nur ungern aus der Hand.
Absatz 5
Typisch deutsche Fortschrittsfeindlichkeit? Die Einwände kurzerhand damit abzutun, wäre zu einfach, denn eine gewisse Skepsis scheint durchaus angebracht. Wie die Unfallstatistiken aussähen, wenn auf den Straßen lauter selbststeuernde Fahrzeuge unterwegs wären, das kann heute niemand wissen. Man darf jedoch davon ausgehen, dass es vermehrt Zwischenfälle gäbe, an denen die Technik zumindest nicht schuldlos wäre. Knapp fünf Jahre ist es her, dass ein Tesla Model 3 mit eingeschaltetem Autopilot in Florida erstmals an einem tödlichen Unfall beteiligt war. Tesla hat daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, doch blieben solche Kollisionen kein Einzelfall. Das Unternehmen wird nicht müde zu betonen, dass der Mensch hinter dem Steuer stets den Überblick über die Verkehrssituation haben müsse und jederzeit die volle Kontrolle über sein Fahrzeug behalte. Ohnehin sei der angebotene Autopilot kein echtes Selbststeuerungssystem, sondern lediglich ein Fahrassistenzsystem. Wie weit diese Assistenz wiederum gehen kann, zeigt ein Fall aus dem niederländischen Hilversum. Hier war der Polizei ein Tesla aufgefallen, der autonom durch die Nacht navigierte, während sein Eigentümer auf dem Fahrersitz seinen Rausch ausschlief. Als die Streife vor den Wagen fuhr, um ihn zum Anhalten zu zwingen, startete dieser vollautomatisch ein Überholmanöver. Erst mit eingeschaltetem Martinshorn gelang es schließlich, den Fahrer zu wecken, damit er das Fahrzeug stoppen konnte.
Absatz 3
Befürworter der neuen Technologie erwarten, dass selbststeuernde Autos den Verkehr flüssiger und sicherer machen.
Stimmt die Aussage auf der Grundlage des Textes?
- stimmt
- stimmt nicht
- nicht zu entscheiden
Erklärung
Richtig ist a)
Der erhoffte Nutzen autonomer Fahrzeuge wird im gesamten dritten Absatz beschrieben. In diesem Zusammenhang fallen ausdrücklich auch die Begriffe „flüssiger“ und „Sicherheit“.
Allgemeinbildung
Bayern, Deutschland und Europa – dein staatsbürgerliches Grundwissen sollte im LPA-Test sitzen. Auch in der deutschen Historie solltest du dich auskennen. Bis in die Gegenwart hinein reichen Aufgaben zur politischen und kulturellen Zeitgeschichte. Abgerundet wird das Themenspektrum durch Wirtschaft, Recht und Geografie.
Typische Themen:
- Staatsbürgerkunde (Bayern, Deutschland und EU)
- Geschichte (deutsche Geschichte im 20. und 21. Jahrhundert)
- Geografie
- Wirtschaft und Recht
Beispielaufgabe: Geografie (Europakarte)
Welches europäische Land ist durch die Zahl 7 gekennzeichnet?
- Rumänien
- Ungarn
- Bulgarien
- Griechenland
- Keine Antwort ist richtig.
Erklärung
Richtig ist c)
Das mit der Zahl 7 gekennzeichnete europäische Land ist Bulgarien, eine südosteuropäische Republik an der Westküste des Schwarzen Meeres mit gut 7 Millionen Einwohnern. Der ehemalige Ostblockstaat mit der Hauptstadt Sofia ist mittlerweile EU- und NATO-Mitglied.
Logisches Denken
Was dein analytisch-schlussfolgerndes Denkvermögen angeht, erwartet dich im LPA-Test ein buntes Sammelsurium verschiedenster Aufgabentypen. Vieles ist möglich: angefangen bei Reihen und Matrizen über Diagrammaufgaben bis hin zu trickreichen Knobeleien, bei denen du clever um die Ecke denken musst.
Typische Themen:
- Sprachlogik (z. B. Wortanalogien, Wörter erkennen)
- Nummerische Logik (z. B. Zahlenreihen, Matrizen)
- Visuelle Logik (z. B. Schaubilder analysieren, Figurenanalogien)
- Problemlösende Logik (z. B. Brainteaser, Kniffeleien)
Beispielaufgabe: Schlussfolgerungen
Welche Zahl ist am größten (die mathematische Realität ist hier natürlich außer Kraft gesetzt)?
¬ Die 1 ist ein wenig größer als die 4.
¬ Die 7 ist die größte einstellige Primzahl.
¬ Die 3 ist fast doppelt so groß wie die 17.
¬ Die 3 ist größer als die 7.
¬ Die 17 ist halb so groß wie die 4, aber nicht am kleinsten.
- 7
- 1
- 17
- 3
- Keine Antwort ist richtig.
Erklärung
Richtig ist b)
Die 4 ist kleiner als die 1, die 7 ist kleiner als die 3 und die 17 ist kleiner als die 3 und die 7. Somit bleiben zwei Zahlen übrig: die 1 und die 3. Die entscheidenden Informationen finden sich in der dritten und in der letzten Aussage: Die 3 ist fast doppelt so groß wie die 17, während die 4 genau doppelt so groß ist – die 4 ist also größer als die 3. Absteigend nach Größe sortiert: 1, 4, 3, 17, 7.
Konzentrationsvermögen
Allgemein ist natürlich während des gesamten LPA-Tests höchste Wachsamkeit gefordert. Als Prüfungskategorie spielt die Konzentrationsfähigkeit allerdings keine größere Rolle. Meist kommen nur wenige typische Konzentrationsaufgaben vor, bei denen bestimmte Buchstaben oder Buchstabenfolgen in einem Zeichengewimmel zu entdecken sind.
Typische Themen:
- „b/d/p“-Strich-Test
- Buchstabenfolgen finden
- Buchstabensalat
Beispielaufgabe: Buchstabenfolgen finden
Nun müssen Sie Ihre Schnelligkeit und Genauigkeit unter Beweis stellen.
Bitte markieren Sie – Reihe für Reihe – alle Buchstabenkombinationen, die aus drei alphabetisch benachbarten Buchstaben in aufsteigender Folge bestehen. Dabei gilt: Ein Buchstabe darf nur einer Kombination zugerechnet werden.

Lösung

LPA-Test / „Beamtentest“ üben: eTrainer-Onlinetest (kostenlos)
Beginne rechtzeitig mit der Vorbereitung, um deine Erfolgschancen zu maximieren. Schaue dir die gängigen Aufgabentypen an, bringe dein Allgemeinwissen auf Vordermann und verfolge regelmäßig die Nachrichten. Wenn schließlich der Tag der Wahrheit gekommen ist und du im Prüfungsraum vor deinem Aufgabenheft sitzt, verschaffe dir zuerst einmal einen schnellen Überblick: Wie umfangreich ist der Test, und wie viel Bearbeitungszeit kannst du für die einzelnen Abschnitte einplanen?
Bei der Bearbeitung gilt die Devise: Genaues Lesen ist das A und O! Das gilt nicht nur bei längeren Aufgabentexten, sondern auch für sämtliche Aufgabenstellungen und Bearbeitungshinweise. Bei eigenhändig formulierten Antworten muss außerdem die Rechtschreibung stimmen, ansonsten können selbst inhaltlich richtige Antworten als falsch gewertet werden. Generell legen die Prüfer großen Wert auf die äußere Form. Gehe also ordentlich mit deinen Arbeitsmaterialien um – und achte auf saubere Markierungen im Lösungsbogen.
eTrainer: Dein Online-Testtrainer für den LPA-Test
Einmal bewerben – immer Beamter: Der eTrainer ermöglicht dir die gezielte Vorbereitung auf deine Auswahlprüfung beim Bayerischen Landespersonalausschuss. Tipps, Tricks und verständlich erklärte Lösungswege helfen dir, deinen Traum vom Beamtenberuf wahrzumachen. Geeignet für alle Laufbahnen – Ausbildung und Studium.
- Mehr als 1.200 Aufgaben mit allen Lösungswegen
- Übungsmodus, Testmodus, Merkzettel, Leistungsanalyse und mehr
- Für PC, Laptop, Tablet und Smartphone
- Empfohlen von Einstellungsberatern und Personalverantwortlichen
- Läuft direkt im Browser, keine Installation nötig – sofort startklar!
eTrainer: Deine Online-Vorbereitung für das Polizei Vorstellungsgespräch und Assessment Center
Optimal vorbereitet zum Vorstellungsgespräch und Assessment Center? Dein smarter Online-Trainer zeigt dir, welche Fragen auf dich zukommen und wie du sie überzeugend beantwortest. Musterantworten und zahlreiche Tipps machen dich fit für dein Interview. Geeignet für alle Laufbahnen und Bundesländer!
- Die häufigsten Fragen, die besten Antworten
- Alle wichtigen Themen, viele Tipps und Tricks
- Assessment Center: Vortrag, Rollenspiel, Postkorbübung & Co.
- Empfohlen von Einstellungsberatern und der Gewerkschaft der Polizei (GdP)
- Läuft direkt im Browser – sofort startklar!
eTrainer Vorstellungsgespräch & Assessment Center Öffentlicher Dienst: Dein Online-Trainer zur perfekten Vorbereitung
Optimal vorbereitet zum Vorstellungsgespräch und Assessment Center? Dein smarter Online-Trainer zeigt dir, welche Fragen auf dich zukommen und wie du sie überzeugend beantwortest. Musterantworten und zahlreiche Tipps machen dich fit für dein Interview. Geeignet für alle Berufe, Ausbildung und Studium!
- Die häufigsten Fragen, die besten Antworten
- Alle wichtigen Themen, viele Tipps und Tricks
- Assessment Center: Vortrag, Rollenspiel, Postkorbübung & Co.
- Aufnahme-Funktion: eigene Antworten speichern und überprüfen
- Empfohlen von Einstellungsberatern und Personalverantwortlichen
- Läuft direkt im Browser – sofort startklar!




Einstellungstest Öffentlicher Dienst
Einstellungstest Verwaltungsfachangestellte
Einstellungstest Polizei Bayern
Logisches Denken im Einstellungstest
Mathematik im Einstellungstest