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Einstellungstest Polizei Bayern:
Aufgaben, Ablauf, Onlinetest üben

Erfahrungsbericht: Einstellungstest Polizei Bayern (2. QE)

Grüß Gott miteinander. Hier erzähle ich euch ein bisschen vom Auswahlverfahren der Polizei Bayern. Ich habe mich letztes Jahr für die zweite Qualifikationsebene (2. QE) beworben und werde, wenn alles gutgeht, Anfang März mit der Ausbildung beginnen. Langfristig plane ich, irgendwann bei der Kriminalpolizei zu arbeiten. Noch ein Tipp, bevor ich mit meinem Erfahrungsbericht zum Einstellungstest anfange: Bei der Polizei Bayern kann man sich auch zweigleisig (2. und 3. QE) bewerben. So kann man die eigenen Chancen nochmal verbessern.

1. Tag: Schriftliche Prüfungen und Sporttest

Erster Teil des Einstellungstests der bayerischen Polizei für die 2. QE war eine Reihe von schriftlichen Prüfungen am Computer. Die erste Prüfung sollte um 8 Uhr morgens beginnen, also hieß es früh aufstehen und ab nach München-Ramersdorf. Wegen Corona gab es leider keine Übernachtungsmöglichkeiten, aber zum Glück wohne ich nicht so weit weg. Das war auch gut so, weil ich, kurz nachdem ich losgefahren war, nochmal zurück musste, um meine Sportsachen zu holen. Die hatte ich vor Aufregung vergessen.

Sprachtest

Also saß ich um 8 Uhr vor dem mir zugeteilten Computer. Es ging dann auch pünktlich mit dem Einstellungstest los. Wir sollten eineinhalb Stunden lang Aufgaben zum Sprachverstehen bearbeiten: Lückendiktat, Multiple-Choice-Aufgaben, Freitextfelder, sowas eben. „Freitext“ bedeutet übrigens nicht, selbst etwas zu schreiben, sondern man musste einen Text ohne Hilfestellungen korrigieren: Rechtschreibung, Kommasetzung, Groß-/Kleinschreibung und so weiter.

Die Multiple-Choice-Aufgaben waren kniffliger als gedacht. Bei einer Aufgabe ging es um Wortbedeutungen: Ein Begriff war vorgegeben und man sollte aus fünf Antwortmöglichkeiten das Wort mit der gleichen Bedeutung aussuchen. Alle Antwortmöglichkeiten ähnelten sich extrem, man musste genau hinsehen. Unter Zeitdruck gar nicht so einfach. Hier habe ich öfter einfach aus dem Bauch heraus entschieden.

Grundfähigkeitstest

Dann ging es mit dem sogenannten Grundfähigkeitstest weiter. Das war eine Art Intelligenztest mit Aufgaben zu Konzentration, Mathematik, Logik und Merkfähigkeit. Die Aufgaben haben wir wieder am Computer bearbeitet. Dafür waren 50 Minuten vorgesehen. Vor allem bei den Konzentrationsaufgaben hatte man zur Bearbeitung nur sehr wenig Zeit. Das war wirklich purer Stress. Ich habe zwischendurch immer wieder ruhig durchgeatmet und war am Ende froh, gut drei Viertel der Aufgaben geschafft zu haben.

Mathe war in der Schule immer meine Achillesferse, aber im Einstellungstest lief es gar nicht so schlecht. Es kamen unter anderem Dreisatz- und Textaufgaben dran; für Nebenrechnungen durfte man ein Schmierblatt benutzen. Die Logiksachen haben anschließend sogar ein bisschen Spaß gemacht. Eine Aufgabe bestand darin, die Gemeinsamkeiten zwischen zwei abgebildeten Figuren zu erkennen und per Multiple-Choice-Auswahl auf ein weiteres Figurenpaar zu übertragen. Also Figur 1 und Figur 2 verhalten sich so zueinander wie Figur 3 zu Figur vier. Dafür hatte ich irgendwie ein Händchen. Die Merkaufgaben waren dann vergleichsweise langweilig: Man musste sich über einen längeren Zeitraum Raumnummern, Namen und Länder merken und sie anschließend in langen Listen wiedererkennen.

Sporttest

Auf den Sporttest hatte ich mich im Vorfeld ausreichend vorbereitet. Ich wusste ziemlich genau, was auf mich zukommen würde. Bei der Polizei Bayern sind vier Disziplinen vorgesehen: Sprünge über eine Kleinbank, Bankdrücken, Pendellauf und Cooper-Test. Beim Pendellauf mussten wir ein zusammengeknülltes Seil zwischen zwei Kleinbänken hin und wieder zurück tragen, und zwar so schnell wie möglich. Beim Cooper-Test sollten wir 12 Minuten lang Runden laufen, hier zählte die zurückgelegte Strecke. Für jede Übung gab es eine Tabelle mit Vorgaben, aus denen sich die Note der persönlichen Leistung ergeben hat.

Gruppenaufgabe

Nach der Mittagspause stand zum Abschluss des Einstellungstests noch die Gruppenaufgabe an. Ich wurde mit fünf anderen Bewerbern eingeteilt, dann ging es los. Die Aufgabenstellung: Wir sollten zusammen als Polizisten ein Schulprojekt planen. Wir bekamen mehrere Beispielthemen und sollten anschließend zuerst einzeln, dann in der Gruppe eine geeignete Themenliste erstellen. Es ging dabei gar nicht so sehr darum, zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen. Hier waren die eigenen kommunikativen Fähigkeiten und Kooperationsvermögen gefragt. Einer aus meiner Gruppe, der ständig andere unterbrochen hat, kam beispielsweise überhaupt nicht gut an.

2. Tag: Auswahlgespräch und polizeiärztliche Untersuchung

Der zweite Teil des Einstellungstests der Polizei Bayern bestand aus einem Auswahlgespräch und der polizeiärztlichen Untersuchung. Das Auswahlgespräch ist im Grunde ein persönliches Interview, bei dem es darum geht, den eigenen Werdegang und persönliche Beweggründe darzulegen, warum man zur Polizei Bayern möchte. Im Grunde wollen euch die Prüfer einfach kennenlernen. Außerdem musste ich erklären, wie ich mich in beispielhaften Situationen aus dem Polizeialltag verhalten würde.

Anschließend ging es zur polizeiärztlichen Untersuchung. Wir wurden einmal von oben bis unten durchgecheckt, inklusive Urinprobe, Blutprobe, Seh- und Hörtest und und und. Ich musste auf einem Fahrrad-Ergometer radeln, wobei Blutdruck und Puls untersucht wurden. Zuletzt stand dann noch eine persönliche Untersuchung beim Arzt an, inklusive Unterhaltung: Wie ist der allgemeine Gesamtzustand? Gibt es Allergien? Bekannte Krankheiten in der Familie?

So viel zu meinen Erfahrungen im Einstellungstest der Polizei Bayern. Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen helfen.

Johan (Name geändert), 16 Jahre

Erfahrungsbericht: Einstellungstest Polizei Bayern (3. QE)

Ich wollte möglichst direkt nach meinem Abitur anfangen, an der Polizeihochschule zu studieren. Oder wie es offiziell heißt: an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Polizei. Vorab kann ich schonmal verraten, dass beim Einstellungstest für die 3. Qualifikationsebene ein paar anstrengende Tage auf euch zukommen. Aber mit der richtigen Vorbereitung ist das Ganze auf jeden Fall machbar.

Auswahlverfahren beim LPA

In Bayern muss man sich für die 3. Qualifikationsebene sowohl bei der Polizei als auch beim Landespersonalausschuss (LPA) bewerben. Beim LPA-Test hatte ich als Überthema Stadtentwicklung. Die Aufgaben zu Allgemeinwissen und Sprache hatten meistens irgendeinen Bezug dazu. Zwischendrin gab es vereinzelt auch Logikaufgaben und kleine Konzentrationsübungen. Dank guter Vorbereitung haben mir die Wissensfragen zu Geografie, Politik und Geschichte und so weiter keine großen Probleme gemacht, im Gegensatz zu manchen Deutschaufgaben. Alles in allem hat es am Ende aber doch für ein sehr gutes Ergebnis gereicht, sodass ich auf der Rangliste ziemlich weit vorne gelandet bin.

Polizei Bayern: Gruppendiskussion und Bewerbungsgespräch

Für den Einstellungstest der bayerischen Polizei musste ich nach Nürnberg. Dort erwartete uns ein Prüfer der Polizei, der uns empfing, den Ablauf erklärte und Fragen beantwortete. Dann wurden wir in Gruppen aufgeteilt und los ging die Gruppendiskussion. Ich war während der Diskussion eigentlich ganz guter Dinge. Mir fiel immer wieder etwas ein, das ich sagen konnte und was die Diskussion in eine neue Richtung lenkte. Trotzdem habe ich darauf geachtet, die Debatte nicht an mich zu reißen.

Als nächstes stand dann das Bewerbungsgespräch an. Es war allerdings mehr eine lockere Unterhaltung. Zumindest kam es mir so vor – die Prüfer waren total nett. Trotzdem war ich, ganz auf mich alleine gestellt, aufgeregter als bei der Gruppendiskussion. Ich sollte ein bisschen über mein soziales Engagement erzählen und warum ich zur Polizei möchte. Dann kamen noch ein paar ungewöhnliche Fragen, mit denen die Prüfer wohl herausfinden wollten, wie belastbar ich bin. Ich habe alles ganz ehrlich beantwortet und versucht, mir meine Nervosität nicht zu sehr anmerken zu lassen. Am Ende durfte ich dann selbst noch Fragen stellen, dann war auch dieser Teil des Einstellungstests geschafft.

Polizei Bayern: Sporttest

Ach ja, der Sporttest. Er war wirklich anstrengend! Ich kann euch nur raten, im Vorfeld zu trainieren. Ich hatte mich einige Monate vorher über die Disziplinen und Anforderungen informiert und entsprechend geübt. Die Stationen im Sporttest waren: über eine Kleinbank springen, Bankdrücken, Pendellauf und Cooper-Test. Ich will ehrlich sein, beim Cooper-Test dachte ich zwischendurch, ich kann nicht mehr. Aber am Ende habe ich es dann doch irgendwie geschafft. Zum Glück fließt die Sportnote nicht in die Ranglistennote ein, das hätte mich sonst wahrscheinlich etwas nach unten gezogen.

Polizeiärztliche Untersuchung

Die polizeiärztliche Untersuchung besteht aus mehreren Stationen: Seh- und Hörtest, Urinprobe abgeben, Fahrradergometer, Größe und Gewicht messen und einiges mehr. Wegen meiner Sehschwäche hatte ich ein bisschen Bammel, aber ich hatte alle Unterlagen von meinem Augenarzt dabei. Die wurden geprüft und zusammen mit dem Sehtest-Ergebnis hatte sich das Thema dann auch erledigt. Zum Schluss gab es ein persönliches Gespräch mit dem Arzt, der sich unter anderem nach meiner bisherigen Krankheitsgeschichte erkundigt hat und wissen wollte, ob ich irgendwelche Allergien hätte oder ob es bestimmte Krankheiten in der Familie gäbe. Ich konnte alles zu seiner Zufriedenheit beantworten und nach einer letzten Untersuchung wurde ich dann auch für polizeidiensttauglich befunden!

In trockenen Tüchern war damit natürlich noch nichts, denn ob ich den Studienplatz bekommen würde oder nicht, hing ja von meinem Ranglistenplatz ab. Aber nach einiger Warterei hatte ich dann die Zusage im Briefkasten!

Ronja (Name geändert), 19 Jahre

Einstellungstest Polizei

Einstellungstest Polizei Bayern: Welche Aufgaben kommen vor?


Der Ablauf und die Inhalte des Einstellungstests der bayerischen Polizei unterscheiden sich je nach der gewählten Laufbahn. Für die 2. Qualifikationsebene veranstaltet die Polizei zwei computergestützte Tests. Den Anfang macht der Sprachtest: Er dauert rund 90 Minuten und prüft deine Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse, dein Wortverständnis und dein Sprachgefühl. Im anschließenden Grundfähigkeitstest (ca. 50 Minuten) geht es um weitere polizeirelevante Fertigkeiten wie logisches Denkvermögen, Arbeitsgeschwindigkeit und Belastbarkeit sowie Gedächtnisleistung.

Für die 3. Qualifikationsebene absolvierst du den schriftlichen Einstellungstest des Bayerischen Landespersonalausschusses (LPA), auch bekannt als „LPA-Test“. Er zieht sich über gut vier Stunden; gearbeitet wird mit Stift und Papier. Den Schwerpunkt bilden Aufgaben rund um deine Sprachfertigkeiten und dein Allgemeinwissen, hinzu kommen verschiedene logische Kniffeleien und auch ein paar Konzentrationsaufgaben.

Mathematik

Mathematik (2. QE)


Im Einstellungstest der 2. QE bilden Mathe-Aufgaben eine eigene Prüfungskategorie. Im Fokus stehen die vier Grundrechenarten sowie Textaufgaben und Schätzungen. Nebenrechnungen auf einem Schmierblatt sind erlaubt – Taschenrechner jedoch nicht.

Typische Themen:

  • Grundrechenarten
  • Textaufgaben (ggf. mit Dreisatz)
  • Schätzaufgaben
Allgemeinwissen

Allgemeinwissen (3. QE)


In der LPA-Auswahlprüfung wird deine Allgemeinbildung gründlich unter die Lupe genommen. Die Bandbreite an Themen reicht von staatsbürgerlichen Kenntnissen über die deutsche Geschichte bis hin zu Geografie.

Typische Themen:

  • staatliche und politische Grundlagen Bayerns, Deutschlands und der EU
  • zeitgeschichtliche Ereignisse (Kultur und Politik)
  • Geografie
  • Geschichte
  • Wirtschaft und Recht
Konzentration und Reaktion

Konzentrationsfähigkeit


Ob als eigene Prüfungskategorie (2. QE) oder in Form verstreuter Einzelaufgaben (3. QE): Konzentrationstests erfordern deine volle Aufmerksamkeit. Oft gilt es dabei, bestimmte Elemente (z. B. Buchstaben oder Figuren) in längeren Reihen wiederzufinden.

Typische Themen:

  • Such- und Zählaufgaben (z. B. b/d/p-Strich-Test)
  • Buchstabenfolgen finden
  • Figuren wiedererkennen

Einstellungstest Polizei Bayern üben: eTrainer-Onlinetest (24 Min.)


Grundsätzlich gilt für die Vorbereitung auf die Polizei-Auswahlprüfung in Bayern: Übe realistisch! Das heißt: Orientiere dich an festen Zeitlimits und nutze keine Hilfsmittel, die dir auch in der realen Prüfung nicht zur Verfügung stehen. Die Nutzung eines Taschenrechners ist im Einstellungstest zum Beispiel nicht erlaubt, und schon der kurze Blick aufs Smartphone kann zur Disqualifikation führen.

Ein Schwerpunkt deiner Prüfung wird in Deutschkenntnissen bestehen – somit bist du gut beraten, vorher dein Rechtschreib- und Grammatikwissen aufzufrischen und dein Textverständnis zu schulen. Insbesondere für den LPA-Test (3. QE) solltest du darüber hinaus dein Allgemeinwissen noch einmal gründlich auf Vordermann bringen. Zur Vorbereitung auf die unterschiedlichen Logikaufgaben geht es vor allem darum, die Antwortstrategien und Lösungswege kennenzulernen. Online gibt es verschiedene Tests, die dich gezielt auf deine Prüfung vorbereiten. So behältst du im „richtigen“ Einstellungstest die Nerven und erzielst das bestmögliche Ergebnis.

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