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TMSnat – der Medizinertest:
Aufgaben, Ablauf, Vorbereitung online

Erfahrungsbericht: Test für medizinische Studiengänge

Ich bin Marie, 20 Jahre alt und habe vor zwei Jahren den TMS geschrieben, also während der Coronapandemie. Eigentlich war mein Plan, den TMS vor dem Abitur 2020 zu schreiben, aber durch die Pandemie haben sich die Prüfungstermine verschoben. Das hat mich etwas zurückgeworfen, aber trotzdem bin ich sehr zufrieden, wie alles am Ende lief.

Ambitionen

Mein Ziel war es schon immer, Medizin zu studieren. Ich habe während der Schulzeit auf meine Noten geachtet, mich bemüht, das Beste aus allem zu machen, und auf das Ziel Medizinstudium hingearbeitet. Da ich nichts dem Zufall überlassen wollte, falls doch etwas in den Abiprüfungen schiefgeht, habe ich mich für den TMS angemeldet. Ich habe mir alle möglichen Testbücher besorgt und mich mit vielen Leuten ausgetauscht, die auch am TMS teilnehmen wollten oder ihn schon erfolgreich hinter sich gebracht hatten. Nach der Lernphase fürs Abi, ab Mai, ging es dann intensiv mit der Vorbereitung für den TMS los. Zu Beginn habe ich erstmal einzelne Untertests intensiv geübt, um ein Gefühl für die Aufgaben zu bekommen und zu erkennen, wo meine Schwächen liegen. Diese waren eindeutig meine Lesegeschwindigkeit und der Untertest Quantitative Probleme.

Daraufhin habe ich erstmal die Mathe-Basics wiederholt und mich bei den Untertests, aber auch privat beim Lesen von Büchern im Speed Reading ausprobiert. Die Untertests Quantitative und formale Probleme, Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis und Textverständnis liefen dann immer besser – Übung macht eben den Meister. Muster zuordnen und Schlauchfiguren fielen mir von Anfang an sehr leicht, weshalb ich das nur hin und wieder geübt habe. Bei den Untertests Figuren lernen und Fakten lernen habe ich mir über die Monate einen Gedankenpalast aufgebaut, in dem ich mit einer gewissen Routine zielsicher alle Informationen unterbringen und abrufen konnte. Diagramme und Tabellen war am Ende ein kleines Sorgenkind, da ich am Anfang ganz gut war, aber je schwerer die Aufgaben wurden, ich mich doch immer etwas unsicher gefühlt habe. Aber manchmal heißt es eben „Mut zur Lücke“.

Prüfungstag

Eine Woche vor dem Test konnte ich schon nicht mehr richtig schlafen. Ich habe mir Gedanken über meine Vorbereitung gemacht, ob ich vielleicht etwas anders hätte machen sollen, ob ich alle Materialien habe (wie z. B. die Stoppuhr) und ob der TMS mit meinem Abi direkt für einen Studienplatz reichen würde. Am Prüfungstag selbst habe ich mir aber vorgenommen, all diese Gedanken beiseite zu schieben und es einfach gelassen zu sehen. Jetzt konnte ich nichts mehr ändern und musste auf meine Fähigkeiten vertrauen. Bevor ich zum Test gefahren bin, der zum Glück trotz der Neuvergabe der Orte ganz in meiner Nähe stattfand, habe ich einen Tee getrunken, eine Kleinigkeit gegessen und meine Tasche gepackt. Von Stoppuhr über Einladung, Ausweis, Notfallstifte bis zu Pflastern, Snacks und Trinken war ich mit allem ausgestattet. Ich war mehr als nur bereit, den Test zu schreiben.

Die Prüfung

Muster zuordnen
Der erste Untertest war etwas schwerer für mich als sonst, weil die Prüfung vom einen auf den anderen Moment losging und ich noch nicht wirklich angekommen war. Am Ende habe ich ein paar sichere Punkte liegenlassen.
Medizinisch-Naturwissenschaftliches Grundverständnis
Durch das ganze Üben fiel es mir wirklich leicht, die Texte schnell zu lesen, und ich war gut in der Zeit. Zu den letzten Texten hin gab es aber einen so starken Schwierigkeitsanstieg, dass ich den Zeitpuffer brauchte.
Schlauchfiguren
Schlauchfiguren war mein Lieblingsuntertest, auf den ich mich richtig gefreut habe. Bei dem Untertest bin ich wirklich angekommen und kam in den Flow.
Quantitative und formale Probleme
Hier war ich echt überrascht, dass der Untertest so schwer war. Es waren sehr viele Rechnungen dabei, die meiner Meinung nach schwerer waren als in den Übungen. Ich habe viel Zeit verloren. Am Ende hatte ich sichere Punkte bei den Aufgaben, die ich bearbeitet habe, und die fehlenden Aufgaben habe ich einfach überflogen und angekreuzt.
Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten
Der Konzentrationstest ist seit neuestem kein Teil des TMS mehr. Leider musste ich ihn noch machen. Dieser Untertest war für mich auch gleichzeitig der schwerste überhaupt. Im Vergleich zu meiner Vorbereitung, wo ich oft bis Zeile 30 gekommen bin, habe ich hier nur Zeile 14 erreicht. Aber davon habe ich mich nicht aus dem Konzept bringen lassen und versucht, in der Pause nicht großartig drüber nachzudenken, um mit ruhigem Kopf in den zweiten Teil des TMS zu starten.
Figuren lernen
Die Figuren waren wirklich nur gleich aussehende Bälle. Meine Methode, mir Figuren vorzustellen, musste ich bis an die Grenzen meiner Vorstellungskraft ausreizen, aber es hat sehr gut funktioniert. Ich war sehr dankbar für die ganze Übung, die ich hatte, sodass ich nicht unsicher wurde.
Fakten lernen
Hier bin ich in meinem Gedankenpalast spaziert und habe mir die Menschen mit Diagnose, Alter, Geschlecht und allen weiteren Merkmalen vorgestellt, die mir geholfen haben, mich an sie zu erinnern. Die Personen mit ihren Merkmalen sind von Jahr zu Jahr immer schwerer auseinanderzuhalten. Deshalb ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und sich ein paar Methoden zum Gesädchtnistraining draufzuschaffen.
Textverständnis
Ich habe versucht, das Gelernte aus den Merktests schnell aus dem Kopf zu bekommen und mich direkt auf die Texte zu stürzen. Der Schwierigkeitsgrad war vergleichbar mit den Texten aus den Übungsheften. Meine Konzentration ließ aber so langsam nach, weshalb ich nicht mehr alle Informationen aufnehmen und verarbeiten konnte.
Diagramme und Tabellen
Der Untertest war in Ordnung. Ich wusste vorher, dass das nicht mein Steckenpferd ist, wo ich die Punkte holen werde. So war es für mich kein Verlust, dass ich die letzten Aufgaben nicht mehr geschafft habe.

Ich war wirklich froh, dass der Test damit endlich vorbei war.

Meine Tipps

Die Vorbereitung ist das allerwichtigste. Alle Fähigkeiten, die man braucht, kann man lernen und vertiefen. Am besten ist es, ein paar Monate vorher mit der Vorbereitung zu beginnen, um die maximalen Effekte zu erzielen. Disziplin und Kontinuität sind das Wichtigste. Ohne die regelmäßige Übung wäre das für mich nicht möglich gewesen, so cool in der Prüfung zu bleiben. Es macht auch einen Riesenunterschied, ob man zuhause übt oder in einem Saal mit hunderten Leuten sitzt. Nächstes Mal würde ich in der Vorbereitung mehr Simulationen mit genau der Länge des TMS machen, um noch besser mit der Situation umgehen zu können.

Ergebnis

Es lief schlechter als manche Simulationen zuhause, und natürlich habe ich meine Topergebnisse in der Vorbereitung nicht in allen Untertests wiederholen können. Aber in meinen Lieblings-Untertests war ich super, sodass ich etwas schlechtere Ergebnisse in ein, zwei anderen Untertests ausgleichen konnte. Mit meinem Abi und dem TMS habe ich direkt einen Platz an einer Uni für Medizin ergattern können. Die ganze Mühe und die Nerven haben sich auf jeden Fall gelohnt!

Marie, 20 Jahre

Erfahrungsbericht: TMS

Hallo, ich bin Tim und habe dieses Jahr den TMS geschrieben. Vorbereitet habe ich mich ein paar Wochen vor dem TMS mit Übungsbüchern und einem Online-Übungsportal. Nebenbei habe ich im FSJ gearbeitet. Die Vorbereitung ist dementsprechend mau ausgefallen. Grundsätzlich bin ich ganz gut in Quanti und Diagramme und Tabellen. Das mochte ich schon in der Schule und kenne noch die Grundlagen und ein paar Einzelheiten. Damit ist es einfacher, die Aufgaben zu bearbeiten. Ich habe mich etwas gründlicher mit allen Textaufgaben auseinandergesetzt, weil die mir echt schwergefallen sind. Ich glaube, ein bisschen mehr Übung hätte mir gutgetan. Aber es hat für mich erstmal ausgereicht, um mir einen Überblick zu verschaffen und ein Gefühl zu bekommen.

Das Lernen von den Fakten und Figuren war überhaupt nicht meins. Ich habe auch erst kurz vor dem TMS begonnen, mit Methoden zu arbeiten, wie zum Beispiel irgendwelche Dinge in den Figuren zu erkennen oder eine Strecke abzulaufen, die ich kenne, und mir die Personen auf dem Weg vorzustellen.

Prüfung Teil 1

Im ersten Teil habe ich die Untertests Muster zuordnen, Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, Schlauchfiguren und Quanti bearbeitet. Zum Glück gab es in diesem Jahr kein Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten.

Ich habe ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, deshalb fand ich die Untertests mit den Schlauchfiguren und Muster zuordnen eher leicht.

Das Medizinisch-naturwissenschaftliche Grundverständnis lief besser als in der Vorbereitung, aber ich bin nicht fertig geworden und musste die letzten Aufgaben raten.

Quanti lief in der Vorbereitung immer ganz gut bei mir, im TMS dann zum Glück auch. Ein paar Aufgaben waren ein bisschen schwer, aber alles in allem war ich zufrieden. Danach konnte ich in die wohlverdiente Pause.

Prüfung Teil 2

Das Figuren und Fakten lernen war wie immer ein bisschen kritisch, aber es hat ganz gut geklappt mit der Methode, sich mit den ganzen Informationen etwas vorzustellen. Sogar etwas besser als gedacht und auch besser als in den Übungen vor dem TMS.

Das Textverständnis war wiederum nicht so brillant. Es hat sich super lange gezogen und an einem der Texte habe ich viel zu lange geknabbert. Ein besseres Zeitmanagement wäre hier hilfreich gewesen. Die Reproduktion lief danach wieder ganz gut, genauso wie Diagramme und Tabellen. Das war ein netter Abschluss, weil die Aufgaben echt Spaß machen und ich sie auch in der Vorbereitung gerne gemacht habe.

Fazit

Seit 2021 oder 2022 gibt es ja die Möglichkeit, den TMS zweimal zu schreiben. Falls es in diesem Jahr nicht klappen sollte, werde ich es einfach nochmal probieren. Jetzt weiß ich ja, wie es abläuft. Der TMS hat mir auch gezeigt, dass ich ein bisschen mehr Zeit in die Vorbereitung stecken sollte. Vor allem bei den Untertests, die nicht so gut liefen. Quanti, Diagramme und Tabellen, Schlauchfiguren und Muster zuordnen muss ich einfach nur weiter üben, aber bei den anderen Untertests sollte ich mir nochmal Tipps und Tricks anschauen und vielleicht die Hinweise in meinen Testtrainern ein bisschen genauer lesen. Und die Methoden auch ausprobieren, selbst wenn ich am Anfang nicht viel davon halte. Dann kann es beim nächsten Mal nur besser werden.

Tim, 22 Jahre

Beispielaufgabe

Wie viel g Wasser werden für die Hydrolyse von 3 mol Peptidbindungen benötigt?

  1. 54 g
  2. 18 g
  3. 27 g
  4. 9 g
  5. 36 g

Erklärung

Richtig ist a)

Das Ergebnis lautet 4. Beachten Sie die Punkt-vor-Strich-Regel:

(–4) × 2 – (–3) × 4 = –8 – (–12) = –8 + 12 = 4

Naturwissenschaften

Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis


In diesem Teil des TMSnat musst du medizinische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge verstehen und beurteilen. Du erhältst Infos zu einem Sachverhalt und sollst entscheiden, was sich daraus ableiten lassen. Damit zeigst du, dass du Wesentliches schnell erfassen und die richtigen Schlüsse ziehen kannst.

Die Anforderungen:

  • 20 Aufgaben
  • 50 Minuten Bearbeitungszeit

Beispielaufgabe

Die Hand verfügt über fünf verschiedene Gelenktypen. Zwischen dem Unterarm und den proximalen Handwurzelknochen (Ossa carpi) liegt das Articulatio radiocarpalis. Zwischen den proximal liegenden Handwurzelknochen und den darauffolgenden distalen Handwurzelknochen befindet sich das Articulatio mediocarpalis. Da die Handwurzelknochen nebeneinander liegen, befindet sich dazwischen weitere Gelenke, die Articulationes intercarpales. Die Mittelhandknochen sind über die Articulationes carpometacarpales mit den Handwurzelknochen verbunden. Unter diesen Gelenken hat das Daumensattelgelenk eine Sonderstellung. Die Mittelhandknochen der übrigen Finger liegen so nahe beieinander, dass sie weitere Gelenke bilden, die Articulationes intermetacarpales.

Welche der Aussagen lässt bzw. lassen sich aus den gegebenen Informationen nicht ableiten?

  1. Das Articulatio radiocarpalis befindet sich zwischen den Ossa carpi und der Ulna.
  2. Das Articulatio mediocarpalis ist ein Gelenk zwischen Handwurzelknochen.
  3. Die Articulationes intercarpales sind Gelenke zwischen den Handwurzelknochen.
  4. Vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger bilden die nebeneinanderliegenden Mittelhandknochen Gelenke.
  5. In der Hand sind fünf Gelenktypen vorhanden.

Erklärung

Richtig ist a)

Aussage a) stimmt zwar inhaltlich, lässt sich aber nicht ableiten, weil die lateinische Bezeichnung „Ulna“ für den Unterarm nicht angegeben ist. Die Vorschläge b) und c) entsprechen der Schilderung im dritten und vierten Satz, Möglichkeit d) deckt sich mit dem letzten Satz, und Vorschlag e) wiederholt den Eingangssatz beinahe wortgleich.

Beispielaufgabe

Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) sind vor allem für den Sauerstofftransport zuständig. Sie haben grob die Form einer Scheibe, die im Zentrum auf beiden Seiten nach innen gewölbt ist. Ihre Oberfläche lässt sich annähernd als Kreiszylinder beschreiben, mit einer Mantelfläche AM und zwei identischen Flächen AG als Grund- bzw. Deckfläche:

AM = π × 2 × r × h AG = π × r2

Welche Oberfläche hat demnach ein Erythrozyt mit einem Durchmesser (d) von 0,008 mm und einer Dicke bzw. Höhe (h) von 0,002 mm?

  1. 1,8 × 10–6 mm2
  2. 1,5 × 10–3 mm2
  3. 2,5 × 10–4 cm2
  4. 1,5 × 10–4 mm2
  5. 1,8 × 10–6 cm2

Erklärung

Richtig ist d)

Die Oberfläche des Erythrozyten setzt sich zusammen aus der Mantelfläche AM und den beiden Flächen AG:

O = AM + 2 × AG = (π × 2 × r × h) + 2 × (π × r2) = π × 2 × r × h + 2 × π × r2 = 2 × π × (r × h + r2)

Beim Einsetzen ist zu beachten, dass der Radius dem halben Durchmesser entspricht. Die Millimeterangaben sind als Zehnerpotenzen handlicher als mit Nachkommastellen:

2 × π × (r × h + r2) = 2 × 3,14 × (4 × 10-3 mm × 2 × 10-3 mm + (4 × 10-3 mm)2) = 6,28 × (8 × 10-6 mm2 + 16 × 10–6 mm2) = 6,28 × 24 × 10-6 mm2 = 150,72 × 10-6 mm2 ≈ 1,5 × 10–4 mm2

Rechtschreibung

Fakten lernen


Dein Erinnerungsvermögen wird im TMSnat anhand von Fallbeschreibungen auf die Probe gestellt. Kannst du dir Namen, Alter, Beruf und Diagnose von 15 Patienten einprägen und 50 Minuten später abrufen? Darin besteht die Herausforderung, denn die Reproduktionsphase folgt erst nach der Bearbeitung der nächsten Aufgabengruppe.

Die Anforderungen:

  • Einprägephase: 15 Einheiten merken in 6 Minuten
  • Reproduktionsphase: 20 Aufgaben bearbeiten in 7 Minuten

Beispielaufgabe

Dir liegen 15 stichwortartige Fallbeschreibungen vor: Du erhältst jeweils den Nachnamen, das ungefähre Alter, den Beruf, ein weiteres Merkmal (wie z. B. den Familienstand) und die Diagnose der Patienten. Bitte präge dir die vorliegenden Informationen gut ein.

Fuchs: ca. 25 Jahre, Apotheker, Notaufnahme – Fettleber
Wolf: ca. 25 Jahre, Drogistin, geschieden – Malaria
Geyer: ca. 25 Jahre, Chemiker, verwirrt – Schulterprellung

Becker: ca. 30 Jahre, Paketbotin, alleinstehend – Dengue-Fieber
Schmidt: ca. 30 Jahre, Fahrradkurier, apathisch – Kreuzbandriss
Müller: ca. 30 Jahre, Taxifahrerin, Intensivstation – Nierenstein

Graff: ca. 45 Jahre, Steuerberater, verheiratet – Cholera
König: ca. 45 Jahre, Finanzbeamtin, störrisch – Milzriss
Keyser: ca. 45 Jahre, Buchhalter, Ambulanz – Wadenbeinbruch

Ackermann: ca. 55 Jahre, Pfarrer, manisch – Blasenentzündung
Feldtner: ca. 55 Jahre, Seelsorgerin, kinderlos – Leistenzerrung
Keyser: ca. ca. 55 Jahre, Psychologin, Chirurgie – Lepra

Kleiner: ca. 70 Jahre, Designerin, blind – Handgelenk verstaucht
Grossmann: ca. 70 Jahre, Maler, alleinerziehend – Ebola
Langer: ca. 70 Jahre, Floristin, Psychiatrie – Magenverstimmung

Herr Keyser ist von Beruf …?

  1. Finanzbeamter.
  2. Seelsorger.
  3. Buchhalter.
  4. Maler.
  5. Steuerberater.

Erklärung

Richtig ist c)

Herr Keyser ist von Beruf Buchhalter.

Beispielaufgabe

Die Handmuskulatur

Die Hand besteht aus 27 Knochen und aus 19 Muskeln, die in der Hand entspringen. Weitere Muskeln, die an den Bewegungen der Hand beteiligt sind, aber nicht dort entspringen, stammen aus dem Unterarm.

Die Handmuskulatur kann in eine Thenar-, Hypothenar- und Mittelhandmuskulatur unterteilt werden. Die Hypothenarmuskulatur bezeichnet die Muskeln des kleinen Fingers, die Thenarmuskulatur die Daumenmuskulatur. Diese besteht aus Musculus opponens pollicis, M. abductor pollicis brevis, M. flexor pollicis brevis und M. adductor pollicis. Auf den Daumen wirken noch vier weitere Unterarmmuskeln, die durch die Sehnenfächer der Hand oder den Karpaltunnel ziehen. Der M. abductor pollicis longus und M. extensor pollicis brevis ziehen durch das erste Sehnenfach. Durch das dritte Sehnenfach zieht der M. extensor pollicis longus. Diese vier Muskeln zählen nicht zur Thenarmuskulatur, da sie am Unterarm entspringen.

Durch den Karpaltunnel ziehen der Nervus medianus und darunter der M. flexor pollicis longus sowie, in einer gemeinsamen Sehnenscheide, die Sehnen M. flexor digitorum superficialis und M. flexor digitorum profundus. In einem eigenen osteoporösen Kanal innerhalb des Karpaltunnels liegt der M. flexor carpi radialis. Durch die Guyon-Loge oberhalb des Karpaltunnels ziehen der N. ulnaris und die Arteria ulnaris. Das Dach des Karpaltunnels und zugleich den Boden der Guyon-Loge bildet das Retinaculum flexorum. Einen weiteren Teil des Bodens der Guyon-Loge bildet das Ligamentum pisohamatum. Proximal (in Richtung Rumpf) wird diese bedeckt vom Ligamentum carpi palmare, darüber liegen das subkutane Gewebe und die Haut. Distal wird die Guyon-Loge am Handgelenk durch den M. palmaris brevis bedeckt.

Der Karpaltunnel und die Guyon-Loge liegen an der Innenseite des Handgelenks. Auf dessen Rückseite befinden sich die sechs Sehnenfächer, die die Extensoren (Streckermuskeln) der Hand führen. Das zweite Sehnenfach beinhaltet den M. extensor carpi radialis longus und den M. extensor carpi radialis brevis. Das vierte Sehnenfach beinhaltet vier Sehnen des M. extensor digitorum, die an jedem Finger außer dem Daumen ansetzen, und die Sehne des M. extensor indicis, der zum Zeigefinger zieht. Somit bewirken zwei Muskeln eine Streckung des Zeigefingers. Das fünfte Sehnenfach beherbergt den M. extensor digiti minimi, der für den kleinen Finger zuständig ist. Das letzte Fach beinhaltet mit dem M. extensor carpi ulnaris ebenfalls nur einen Muskel.

Welche Aussage lässt sich nicht aus dem Text ableiten?

  1. Das Retinaculum flexorum bildet sowohl das Dach des Karpaltunnels als den Boden der Guyon-Loge.
  2. Das Ligamentum carpi palmare bildet die proximale obere Begrenzung der Guyon-Loge.
  3. Das vierte Sehnenfach beinhaltet jeweils eine Sehne von fünf verschiedenen Muskeln.
  4. Das dritte Sehnenfach enthält ausschließlich Sehnen des M. extensor pollicis longus.
  5. Die Hand wird durch 27 Knochen gebildet.

Erklärung

Richtig ist c)

Nicht ableiten lässt sich Vorschlag c): Das vierte Sehnenfach enthält dem letzten Absatz zufolge vier Sehnen des M. extensor digitorum und eine Sehne des M. extensor indicis. Die Aussagen a) und b) entsprechen der Beschreibung im vorletzten Absatz. Möglichkeit d) deckt sich mit dem Ende des zweiten Absatzes, Feststellung e) mit den Angaben im ersten Absatz.

Diagramme und Tabellen

Diagramme und Tabellen


Tabellen, Balken-, Kuchen-, Linien- oder Säulendiagramme und mehr: Die Analyse verschiedenster Schaubilder steht im vorletzten Teil des TMSnat auf dem Programm. Natürlich sind es wieder medizinisch-naturwissenschaftliche Sachverhalte, mit deren grafischer Darstellung du dich hier beschäftigst.

Die Anforderungen:

  • 20 Aufgaben
  • 50 Minuten Bearbeitungszeit

Beispielaufgabe

In der Titrationskurve von Salzsäure (starke Säure, Kurve a) und Essigsäure (schwache Säure, Kurve b) gegen Natronlauge (starke Base) liegt der Neutralpunkt bei pH = 7. Der Äquivalenzpunkt beschreibt den Punkt, an dem eine Stoffmenge Säure mit einer Stoffmenge Base ausgeglichen wird. Bei zwei gleich starken Säuren und Basen ist das bei pH = 7 der Fall. Der Halbäquivalenzpunkt beschreibt den Punkt, an dem die Hälfte der Säure mit der titrierten Base neutralisiert wurde (in der Grafik verdeutlicht durch die gestrichelte Linie).

Titrationskurve von Salzsäure

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Titration-HCl-HAc.svg; eigene Bearbeitung

Welche Aussage lässt sich aus den gegebenen Informationen nicht ableiten?

  1. Essigsäure erreicht den Halbäquivalenzpunkt bei ca. pH = 4,75, wenn 20 ml Natronlauge hinzutitriert wurde.
  2. Salzsäure und Natronlauge haben einen Äquivalenzpunkt bei pH = 7.
  3. Obwohl Salzsäure eine stärkere Säure ist als Essigsäure, ist der Umschlagpunkt von basisch zu sauer und der weitere Kurvenverlauf bei beiden gleich.
  4. Der Halbäquivalenzpunkt von Salzsäure ist mit 10 ml Natronlauge bei pH = 1 erreicht.
  5. Der Umschlag zwischen sauer und basisch geschieht enorm schnell, weshalb Titrationen langsam und schrittweise durchzuführen sind.

Erklärung

Richtig ist d)

Antwort 4 ist falsch, da sich für starke Säuren wie Salzsäure grundsätzlich kein Halbäquivalenzpunkt ablesen lässt. Um Aussage 1 zu bestätigen, muss die einleitend genannte Stoffmenge von 20 ml nur dem passenden pH-Wert im Diagramm zugeordnet werden. Vorschlag 2 ist aus dem Text ableitbar. Möglichkeit 3 deckt sich mit dem identischen Verlauf der Titrationskurven von Essigsäure und Salzsäure ab pH = 7. Schlussfolgerung 5 ergibt sich aus den Kurvenverläufen bei ca. 40 ml Natronlauge – tatsächlich bewirkt nur 1 ml Natronlauge mehr einen pH-Wert-Sprung von 7 zu 11 (Essigsäure) bzw. 3 zu 11 (Salzsäure).

Beispielaufgabe

Wie groß ist die Oberfläche eines Quaders mit den Kantenlängen 3 dm, 9 cm und 0,24 m?

  1. 926 cm2
  2. 1.206 cm2
  3. 2.412 cm2
  4. 2.548 cm2
  5. Keine Antwort ist richtig.

Erklärung

Richtig ist a)

Das Ergebnis lautet 4. Beachten Sie die Punkt-vor-Strich-Regel:

(–4) × 2 – (–3) × 4 = –8 – (–12) = –8 + 12 = 4

„Medizinertest“ TMSnat üben: eTrainer-Onlinetest (kostenlos)


Beim TMSnat lohnt es sich unbedingt, die verschiedenen Aufgabenformate frühzeitig kennenzulernen und regelmäßig zu trainieren. Neben naturwissenschaftlichen Kenntnissen sind schließlich auch Textverständnis, Merkfähigkeit und logisch-analytisches Denken gefragt. Du kannst mit dem Zeitdruck im TMSnat wesentlich besser umgehen, wenn du mit dem Aufbau der Aufgaben gut vertraut bist, geeignete Lösungsstrategien kennst und ein Gefühl dafür entwickelt hast, wie viel Zeit du pro Aufgabe ungefähr brauchst.

Mit dem kostenlosen Onlinetest kannst du typische TMSnat-Aufgaben ausprobieren und einen ersten Eindruck davon gewinnen, was deine Stärken und Schwächen sind. Dann gilt es, gezielt an den Bereichen zu arbeiten, in denen du noch Schwierigkeiten hast, um dich Schritt für Schritt zu verbessern. Besonders für die naturwissenschaftlichen Grundlagen solltest du genügend Vorbereitungszeit einplanen, um mögliche Wissenslücken rechtzeitig zu erkennen und aufzuarbeiten. Eine gründliche Vorbereitung ist beim TMSnat das A und O. Schließlich verbessert in gutes Testergebnis deine Chancen auf einen Studienplatz erheblich.

Häufig gestellte Fragen zum Medizinstudium


Wo kann ich in Deutschland Medizin studieren?

Aktuell bieten in Deutschland insgesamt 50 Hochschulen ein Medizinstudium an. Neben 41 staatlichen Hochschulen sind darunter auch 9 private.

Wo bewerbe ich mich um ein Medizinstudium?

Die Bewerbung um einen Studienplatz läuft für Fächer wie Medizin, Pharmazie sowie Zahn- und Tiermedizin meist über die Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de). Die Stiftung ist bundesweit für das Bewerbungsverfahren und die Vergabe von Studienplätzen zuständig.

Ausgenommen sind allerdings private Hochschulen wie zum Beispiel die Universität Witten/Herdecke. Hier bewirbst du dich direkt an der Hochschule. An privaten Hochschulen zahlst du jedoch in der Regel Studiengebühren.

Wie wird entschieden, wer einen Medizinstudienplatz bekommt?

Die Studienplatzvergabe folgt beim Medizinstudium einem festen Schlüssel. So gehen 30 Prozent der Studienplätze an die „Abiturbesten“ unter den Bewerberinnen und Bewerbern. Dafür bedarf es in der Regel eines sehr guten Notendurchschnitts (um die 1,0 bis 1,1). Im Rahmen des Auswahlverfahrens der Hochschulen, kurz AdH, werden weitere 60 Prozent der Studienplätze vergeben. Die restlichen 10 Prozent werden auf der Basis von Tests oder passender beruflicher Erfahrung ausgewählt.

Die Hochschulen entscheiden selbst über die Auswahlkriterien. Allerdings müssen zwei Faktoren berücksichtigt werden, die nichts mit den Schulnoten zu tun haben, zum Beispiel ein Eignungstest wie der TMSnat plus relevante Praxiserfahrungen.

Was kann ich neben der Teilnahme am TMSnat tun, um meine Chancen auf einen Medizinstudienplatz zu erhöhen?

Du kannst deine Chancen erhöhen, indem du berufliche bzw. außerschulische Leistungen nachweist. Eine passende Ausbildung, etwa in der Pflege, oder ein Bundesfreiwilligendienst können hier ebenso berücksichtigt werden wie naturwissenschaftliche Errungenschaften, zum Beispiel im Rahmen der Biologie-Olympiade.

Die Bedeutung solcher Kriterien nimmt zu: So vergibt zum Beispiel die Universität zu Köln im Auswahlverfahren 10 von insgesamt 100 Punkten für eine relevante Berufsausbildung.

Was ist die Landarztquote?

In zahlreichen Bundesländern wird ein Teil der Medizinstudienplätze für Bewerberinnen und Bewerber reserviert, die nach dem Studium verpflichtend einige Jahre als Hausärztinnen und Hausärzte in ländlichen, medizinisch unterversorgten Regionen arbeiten.

Die genaue Ausgestaltung dieser Landarztquote wird von den Bundesländern individuell festgelegt.

Welche Rolle spielt die Wartezeit bei der Vergabe von Medizinstudienplätzen ?

Die Wartezeit zwischen Abitur und Aufnahme des Studiums war früher ein bedeutender Faktor bei der Studienplatzvergabe. Diese Bedeutung hat sie aber inzwischen eingebüßt. Bei der Zulassung spielt sie keine Rolle mehr.

Die entscheidenden Kriterien bei der Platzvergabe sind heute die Abiturnote, die Auswahlverfahren der Hochschulen sowie Eignungstests wie der TMS oder auch die Landarztquote.

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Gezielte Vorbereitung auf den TMSnat – wann und wo du willst: Mit dem eTrainer bekommst du smartes Online-Testtraining auf dem neuesten Stand. Zahlreiche typische Aufgaben, kommentierte Lösungen und viele Tipps und Tricks sorgen dafür, dass du den TMSnat erfolgreich meistern und deinen Traum vom Medizinstudium wahrmachen kannst.

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