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Polizei Vorstellungsgespräch:
Fragen und Antworten, Vorbereitung, Tipps

Erfahrungsbericht: Polizei Vorstellungsgespräch

Es war schon immer mein Traum, einmal Polizist zu werden. Obwohl man dafür in meiner Heimatstadt Berlin kein Abitur braucht, habe ich trotzdem gewartet, bis ich es in der Tasche hatte. Ich wollte zwar am liebsten zur Berliner Polizei, wusste aber natürlich nicht sicher, ob das klappt. Außerdem wollte ich generell meine Chancen erhöhen und auch erstmal noch ein bisschen reifer werden. Der nette Beamte, von dem ich während meines Schulpraktikums bei der Polizei betreut wurde, hatte mir das auch so empfohlen.

Online-Vortest

Mit dem Abi in der Tasche habe ich mich dann beworben und ziemlich bald darauf einen Link für den Onlinetest bekommen. Darauf hatte ich mich schon vorbereitet und konnte ihn also direkt machen. Es kamen relativ einfache Rechen- und Logikaufgaben dran, alles wie in den Testtrainern. Zum Beispiel gab es Zahlenreihen, die man fortsetzen musste. Dann gab es noch ein paar persönliche Fragen dazu, wie man sich selbst einschätzt. Nach einer knappen halben Stunde war es schon geschafft. Alles in allem hatte ich nach dem Test ein gutes Gefühl, das mit der Einladung zum eigentlichen Einstellungstest dann auch bestätigt wurde.

PC-Test und Sportprüfung

Der Einstellungstest ist ein Computertest und hat 4 Stunden gedauert. Auch hier waren Mathematik und Logik unter den Kategorien, von denen es diesmal aber mehr gab. Die Testteile waren natürlich auch umfangreicher als beim Vortest. Beim Thema Allgemeinwissen ging es viel um Politik, also unser politisches System.

Deutsch ist auch eine Testkategorie, dabei gab es Aufgaben zu Groß- und Kleinschreibung und wir bekamen auch Texte, die wir korrigieren sollten oder solche, in denen wir die Kommas setzen mussten. Außerdem wurde das Erinnerungsvermögen geprüft: Man bekommt Gesichter und Namen gezeigt und muss die dann etwas später zuordnen. Einen Persönlichkeitstest gab es auch wieder.

Nach dem Test hatten wir zuerst Mittagspause. Dann ging es zur Sportprüfung. Die bestand aus einem Hindernisparcours, für den man als Mann 3:25 Minuten Zeit hat. Frauen bekommen etwas mehr Zeit. Ich musste dabei Gitter und Kästen überspringen, über eine Wand klettern und noch andere Übungen. Man findet den genauen Ablauf im Internet und kann sich also gut vorbereiten.

Vorstellungsgespräch

Nachdem das alles geschafft war, standen dann noch die polizeiärztliche Untersuchung und natürlich das Vorstellungsgespräch auf dem Programm, allerdings an einem anderen Tag. Die Untersuchung dauert insgesamt recht lange, weil man zwischen den einzelnen Stationen immer wieder warten muss, bis es weiter geht. Man wird unter anderem geröntgt, muss eine Urinprobe abgeben und bekommt Blut abgenommen. Außerdem wird ein Belastungs-EKG gemacht.

Danach geht es dann zum „strukturierten Interview“. Davor hatte ich ein bisschen Angst, weil ich im Internet einige negative Berichte gelesen hatte. Die haben sich aber zum Glück nicht bestätigt. Die Begrüßung war schon sehr freundlich, ich wurde von einem Beamten und einer Beamtin interviewt, die sich mir erstmal vorgestellt haben und fragten, wie mein Tag bisher war. Von der langen Wartezeit bei der Untersuchung habe ich da natürlich nichts erzählt, stattdessen: alles prima!

Ich sollte zuerst ein bisschen von mir und meinem bisherigen Werdegang erzählen, wobei ich natürlich auch mein Polizeipraktikum erwähnt habe. Auf die Fragen zum Polizeiberuf und zur Landespolizei war ich gut vorbereitet, sodass ich auch diese souverän beantworten konnte. Die beiden wollten zum Beispiel wissen, wie die Polizeipräsidentin heisst, und wem die Polizei Berlin untergeordnet ist.

Dann ging es auch um soziale Kompetenzen. Ich wurde gefragt, ob ich lieber im Team oder lieber alleine arbeite. Das ist ein echter Nobrainer, finde ich. Natürlich sollte man nicht erzählen, dass man am liebsten alleine ist und seine Ruhe hat. Thema war auch, in welcher Situation ich auf jemanden schießen würde. Es ist natürlich wichtig, sich nicht als total schießwütig darzustellen, aber man muss trotzdem vermitteln, dass man im Zweifel dazu in der Lage ist. Ich habe mich dann auf einen Fall bezogen, wo ein Polizist angegriffen wurde und sich verteidigt hat. Das hatte ich in der Zeitung gelesen.

Ich erinnere mich auch noch an Wissensfragen zur Polizei im Allgemeinen, zum Beispiel was die Kernaufgaben der Polizei sind. Die Beamten wollten außerdem wissen, ob ich bereits bestimmte Kenntnisse mitbringe, die im Polizeiberuf nützlich sein können. Da hatte ich kurz einen Aussetzer, weil ich nicht wirklich wusste, was ich sagen soll. Ich habe dann erzählt, dass ich ja recht sportlich bin und das ich denke, dass das nützlich ist. Als sie nach Sprachkenntnissen gefragt haben, ist der Groschen dann gefallen: Ich hätte gleich sagen sollen, dass ich auch Türkisch kann, weil ich zweisprachig aufgewachsen bin.

Zum Abschluss durfte ich dann meine eigenen Fragen stellen. Vorher hatte ich mir welche überlegt, von denen ich die Hälfte wegen der Anspannung nicht mehr wusste. Ich habe dann gefragt wie viele Leute bei der Polizei Berlin arbeiten oder so etwas ähnliches. Direkt danach war ich richtig unsicher, weil ich schon sehr aufgeregt war. Meine Gesprächspartner waren aber wirklich nett, und ich habe anscheinend einen guten Eindruck hinterlassen. Letztendlich habe ich nämlich eine Zusage bekommen.

Mustafa, 21 Jahre

Vorbereitung auf Vorstellungsgespräch und Assessment Center

Polizei Vorstellungsgespräch: Welche Fragen kommen vor?


Das Vorstellungsgespräch ist die Station des Auswahlverfahrens, bei der du die Personaler im direkten Austausch überzeugen kannst. Beachte in der Vorbereitung schon die Begrüßung: Der erste Eindruck ist nämlich oft entscheidend. Mit Fragen zu Beruf und Behörde geht es ans Eingemachte, und auch Wissensfragen und eventuelle fachliche Kenntnisse stehen auf dem Programm. Bei der Polizei zählen natürlich auch soziale und persönliche Kompetenzen – und werden sehr wahrscheinlich abgefragt. Zum Gesprächsausklang darfst du dann eigene Fragen stellen und dich noch einmal als interessierter Bewerber zeigen.

Achte in der Vorbereitung auch auf die Details. Im Vorstellungsgespräch ist dein Smartphone abgeschaltet. Ein paar Tipps, die du verinnerlichen solltest: Zappele nicht herum, achte stattdessen auf Körperspannung und vermeide es, ständig auf die Uhr zu schauen. Um den guten Eindruck aus dem Vorstellungsgespräch zu bekräftigen, kannst du dich beim Abschied oder per Mail für die Gelegenheit bedanken. Damit zeigst du, dass du weiterhin interessiert bist.

Beispiel

„Möchten Sie etwas trinken, darf ich Ihnen ein Glas Wasser oder einen Kaffee anbieten?“

Das Bewirtungsritual ist zum einen eine Sache der Höflichkeit. Zum anderen erhalten Sie dadurch eine günstige Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, sich mit der Situation vertraut zu machen und die positiven Signale des Interviewers zu erwidern.

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Worauf kommt es an?

Natürlich könnten Sie das Angebot auch ablehnen. Aber warum sollten Sie? Ein „Ja“ klingt als Antwort einfach viel besser als ein „Nein“, das an dieser Stelle weniger von höflicher Zurückhaltung zeugt als von falscher Bescheidenheit. Darüber hinaus lässt sich mit einem Schluck aus dem Glas später geschickt die ein oder andere Nachdenkpause füllen. Aber verlangen Sie bitte keine Extras, die Auswahl gibt der Personaler vor. Falls er nur allgemein nach Getränkewünschen fragt, liegen Sie mit Wasser, Tee oder Kaffee richtig.

Musterantworten

„Danke sehr, ich würde gern ein Glas Wasser nehmen, wenn es keine Umstände macht.“

„Danke, ich hätte gern einen Latte macchiato. Aber nur, wenn das möglich ist.“

Die Schnellkritik: Die Relativierung im zweiten Satz kann nur noch wenig retten: Der Personaler hat Wasser und Kaffee angeboten – etwas anderes steht nicht zur Debatte. Wie soll er auf diesen Sonderwunsch reagieren? Der wahrscheinlichste Fall: Er weist die Bitte freundlich, aber bestimmt zurück und macht sich unvorteilhafte Gedanken über den nassforschen Bewerber.

Rechtschreibung

Fragen zu Beruf und Behörde


Um im Vorstellungsgespräch überzeugende Antworten zu liefern, sammelst du als motivierter Bewerber vorab Fakten zu Behörde und Ausbildung. Mache dir klar, wieso du zur Polizei willst und weshalb du der bzw. die Richtige für den Job bist.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch:

  • Was können Sie uns über die Polizei erzählen?
  • Wem untersteht unsere Behörde?
  • Wie stellen Sie sich die Laufbahnausbildung vor?
  • Was qualifiziert Sie denn für den Polizeiberuf?

Beispiel

„Was sind Ihrer Meinung nach die Vor- und Nachteile des Polizeiberufs?“

Sie bewerben sich vielleicht für Ihren Traumjob, aber ein wirklichkeitsferner Träumer sind Sie nicht. Daher haben Sie vor Ihrer Bewerbung einen realistischen Blick auf den Beruf geworfen und neben vielen interessanten Aspekten sicherlich auch Schattenseiten entdeckt. Natürlich hoffentlich nicht allzu viele!

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Worauf kommt es an?

Die Pros und Contras haben Sie bereits im Rahmen der Berufswahl abgewogen – und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Polizeiberuf Sie anspricht. Geben Sie den Interviewern einen Einblick in Ihre Gedankengänge: Welche Vorteile bietet der Job, welche (wenigen) Nachteile gibt es, und warum fallen diese für Sie nicht besonders ins Gewicht?

Musterantworten

„Na ja, ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Beruf gibt, der nur Vorteile hat. Die Polizeiarbeit bringt es mit sich, dass man hin und wieder mit Einsätzen konfrontiert wird, die gefährlich oder nicht so leicht zu verarbeiten sind. Darüber sollte man sich im Klaren sein. Auf der anderen Seite wird man genau dafür ausgebildet: dass man in schwierigen Situationen für Recht und Ordnung sorgt. Ich halte den Polizeiberuf für enorm wichtig und verantwortungsvoll. Auch in Bezug auf den Dienstalltag sehe ich vor allem die positiven Aspekte. Sicher, die Arbeit im Schichtdienst ist bestimmt anstrengend, aber auch ziemlich abwechslungsreich: Man bekommt es mit unterschiedlichsten Fällen zu tun, und viel menschennäher kann man wahrscheinlich nicht arbeiten. Ich finde es reizvoll, dass man im Kollegenkreis ein enges Team bildet. Das ist doch viel besser, als den ganzen Tag abgeschottet vor dem Computer zu sitzen. In Ihrer Ausbildungsbroschüre werben Sie außerdem mit guten Entwicklungsmöglichkeiten, das würde ich auch als Vorteil nennen.“

Beispiel

„Wie werden Sie von anderen Leuten eingeschätzt, zum Beispiel von Ihren Klassenkameraden?“

Indem die Interviewer die Eigendarstellung des Kandidaten mit seiner Wahrnehmung „von außen“ abgleichen, gewinnt ihr Bild des Bewerbers an Tiefenschärfe. Was denken Ihre Klassenkameraden über Sie, welche Eigenschaften schreiben andere Ihnen zu? Im Rahmen einer Stärken/Schwächen-Analyse vor dem Gespräch können Sie das von den Betreffenden aus erster Hand erfahren.

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Worauf kommt es an?

Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsfähigkeit führen zu positiven Rückmeldungen Ihres Umfelds – beschreiben Sie diese. Sie müssen sich dabei nicht auf Ihre Klassenkameraden beschränken, sondern können auch auf andere Fürsprecher wie Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen aus dem Nebenjob überleiten. Nennen Sie berufsrelevante Eigenschaften und achten Sie darauf, dass zwischen Fremd- und Eigenbewertung keine großen Lücken klaffen. Eine Prise Selbstkritik, die die Authentizität des Gesagten untermauert, kann zudem nicht schaden.

Musterantworten

„Darüber könnten Ihnen meine Mitschüler wahrscheinlich viel mehr erzählen als ich. Aber wenn Sie mich fragen, glaube ich, dass mich meine Klassenkameraden für aufgeschlossen und zuverlässig halten. Ich lasse keinen im Stich, und mir fällt niemand ein, der bei Gruppenarbeiten oder Ähnlichem nicht gern mit mir zusammenarbeitet, auch wenn ich manchmal ein bisschen penibel sein kann.“

„Grundsätzlich würde ich sagen, dass mich andere für verantwortungsbewusst und motiviert halten. Das haben mir jedenfalls meine Freunde gesagt, die ich vor der Bewerbung gefragt habe, wie sie mich sehen und welche Eigenschaften ich in ihren Augen habe. Manche haben auch gemeint, dass ich gelegentlich ziemlich hartnäckig sein kann. Das finden sie wahrscheinlich nicht immer so angenehm, aber es gehört zu mir.“

„Puh, das weiß ich nicht. Das müssten Sie schon meine Klassenkameraden fragen. Ich glaube aber, dass ich bei meinen Mitschülern relativ beliebt bin.“

Die Schnellkritik: Wer bei dieser Frage die Absicht der Interviewer nicht erkennt, wirkt unbeholfen – wer sie bewusst ignoriert, erscheint spröde und abweisend. Mit dem Allerwelts-Adjektiv „beliebt“ kann der Personaler zudem nicht viel anfangen, der Kandidat hätte besser konkrete Eigenschaften genannt. Zur Orientierung eine kleine Liste positiv besetzter Charakterzüge: aufgeschlossen, zuverlässig, engagiert, hilfsbereit, gründlich, interessiert, kommunikativ, ehrgeizig …

Kultur und Geschichte

Wissen und fachliche Kompetenzen


Allgemeinbildung, Polizeiwissen, besondere Kenntnisse – zu alldem und mehr können im Vorstellungsgespräch Fragen auf dich zukommen. Um überzeugende Antworten zu liefern, ist  auch hier gründliche Vorbereitung gefragt.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch:

  • Wem untersteht die Landespolizei?
  • Bringen Sie besondere Kenntnisse mit?
  • Wissen Sie, welches Modell wir als Dienstwaffe nutzen?
  • Welche Kernaufgaben der Polizei kennen Sie?

Beispiel

„Wann beginnt die Rechtsfähigkeit eines Menschen?“

Bitte schreiben Sie Ihre Antwort in das Textfeld. Muster-Beispiele und Tipps finden Sie in der Auswertung.

Erklärung

Die Rechtsfähigkeit als Ausdruck der personalen Würde des Menschen bedeutet, Träger von Rechten und Pflichten zu sein. Sie beginnt mit der Geburt, die mit dem vollständigen Austritt des Kindes aus dem Mutterkörper vollendet ist, wobei es nicht auf die Lösung der Nabelschnur ankommt. Die Rechtsfähigkeit endet mit dem Tod, der nach herrschender Rechtsauffassung mit Eintritt des Hirntodes erreicht ist.

Beispiel

„Wir haben Ihnen bis hierhin eine Menge Fragen gestellt. Jetzt lassen Sie uns den Spieß einmal umdrehen: Möchten Sie denn noch etwas von uns wissen?“

Gut vorbereitet, haben Sie sich bereits vor der Unterhaltung wichtige Fragen auf einem Zettel notiert. Viele davon werden bereits beantwortet worden sein, manche noch nicht – die können (und sollten) Sie nun stellen. Vermeiden Sie Belanglosigkeiten, unangemessene Themen (Gehalt, Urlaub) und Wiederholungen, die Sie unaufmerksam wirken lassen. Anstelle von „Warum“-Fragen – die auf Rechtfertigung aus sind – erkundigen Sie sich lieber mithilfe von „wie“, „was“ oder „wer“.

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Worauf kommt es an?

Als relativ risikoarme, zum Nachhaken geeignete Stichpunkte gelten im Allgemeinen: das weitere Vorgehen im Bewerbungsverfahren, Weiterbildungsangebote, der genaue Ausbildungsablauf etc. Konfrontieren Sie Ihre Gesprächspartner zum Ende des Interviews aber nicht noch mit einem ganzen Fragenkatalog. Haken Sie gezielt bei den Angelegenheiten nach, die für Sie interessant sind.

Ein paar Vorschläge zu generell unproblematischen Themen:

¬ Welche Bereiche lernen Sie während der Ausbildung kennen?
¬ Kann man die Ausbildung verkürzen? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?
¬ Wer sind die Vorgesetzten? Wen können Sie bei Fragen oder Problemen ansprechen?
¬ Welche Aufstiegschancen hat man nach den ersten Jahren im Beruf?
¬ Welche Möglichkeiten zur Weiterbildung und Spezialisierung gibt es?
¬ Wie gelangen Sie nach der Ausbildung in einen bestimmten Arbeitsbereich?
¬ Wie viele Ausbildungsplätze werden in diesem Jahr angeboten? Wie viele Bewerber gibt es?
¬ Wie viele Auszubildende arbeiten bei der Behörde bzw. am betreffenden Standort oder Betrieb?
¬ Wann können Sie mit einer Antwort rechnen?

Und wenn alles besprochen ist? Dann können Sie es mit Goethes „Faust“ halten: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen!“ Nun liegt es an den Personalverantwortlichen, das Gespräch auszuwerten und Ihnen eine Rückmeldung zu geben. Sie können jetzt nur noch eines tun: sich freundlich für das Gespräch bedanken und das Angebot zum finalen Händeschütteln annehmen.

Sprachbeherrschung

Assessment Center


Neben dem Vorstellungsgespräch ist auch das Assessment Center ein beliebter Weg, sich einen unmittelbaren Eindruck von den Bewerbern zu verschaffen. Tipps zum Ablauf bekommst du meist auf der Website der jeweiligen Polizei – oder du fragst freundlich nach.

Typische Aufgaben im Assessment Center:

  • Rollenspiel
  • Präsentation
  • Gruppendiskussion
  • Postkorbübung

Beispiel

Rollenspiel: Beispielszenario mit Strategieplan

Das Szenario: Kollegenkonflikt

Nach acht anstrengenden Dienststunden kehren Sie zurück auf die Wache. Ihren Feierabend haben Sie sich redlich verdient, Ihre Schicht hatte es wirklich in sich: randalierende Fußballfans, aggressive Betrunkene, eine Schlägerei unter Jugendlichen, zu guter Letzt noch ein Verkehrsunfall – viel blieb Ihnen heute nicht erspart. Doch anscheinend ist der Tag noch nicht zu Ende: Auf Ihrem Schreibtisch liegt immer noch kein Bericht zum gestrigen Ladendiebstahl – darum wollte sich Ihr Kollege doch eigentlich längst gekümmert haben. In letzter Zeit nicht das erste Mal, dass er Sie hängenlässt! Sie beschließen, ihn zur Rede zu stellen, und machen sich auf den Weg zum Aufenthaltsraum. Dort finden Sie ihn auf einem Stuhl zwischen Kühlschrank und Kaffeemaschine, demonstrativ in sein Smartphone vertieft. Gesprächsbereitschaft sieht anders aus. Sie wollen die Angelegenheit nun aber endlich klären.

Die Aufgabenstellung

Sie haben 10 Minuten Zeit, um sich in die Situation hineinzuversetzen. In den folgenden 5 Minuten Spielzeit sollten Sie den Konflikt beilegen können. Dabei kommt es vor allem auf soziale Kompetenzen und ein gutes Konfliktmanagement an. Ihr Mitspieler – der nachlässige Kollege – erhält Anweisungen, wie er sich während des Rollenspiels verhalten soll. Davon wissen Sie in einem echten AC natürlich nichts, kalkulieren Sie also möglichst viele Reaktionsvarianten des Spielpartners in Ihre Strategie ein.

Ort:
¬ Der Aufenthaltsraum Ihrer Polizeiwache

Beteiligte Personen:
¬ Sie und ein Mitspieler, der den Kollegen mimt

Anweisung an Ihren Spielpartner:
¬ Ihr Kollege hat eine anstrengende Schicht hinter sich, möchte eigentlich nicht mit Ihnen reden und geht zunächst nicht auf Sie ein.
¬ Als Sie nachhaken, reagiert er eingeschnappt und hält Ihnen erst einmal Ihre eigenen Fehler vor.
¬ Erst nach und nach räumt der Kollege seine Patzer ein und berichtet von einem schweren Krankheitsfall in der Familie, der ihm im Moment viel Kraft und Konzentration raube.

Zeitvorgabe:
¬ 10 Minuten Vorbereitung
¬ 5 Minuten Rollenspiel

Wie gehen Sie vor?

Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit gelten als Schlüsselkompetenzen für den Polizeiberuf. Aus gutem Grund: Wer im Einsatz leichtfertig handelt, kann andere in große Gefahr bringen. Natürlich fällt die ein oder andere „vergessene“ Büroarbeit vergleichsweise weniger ins Gewicht, doch die Summe der Nachlässigkeiten Ihres Kollegen wundert Sie schon. Eigentlich kennen und schätzen Sie ihn als fähigen und pflichtbewussten Beamten. In letzter Zeit scheint er die Zügel allerdings ziemlich schleifen zu lassen. Woran das liegt, können Sie sich nicht erklären – aber Sie wissen, dass es so nicht weitergehen kann.

Konfliktmanagement Stufe 1 – ins Gespräch einsteigen

Fallen Sie nicht gleich mit der Tür ins Haus. Höchstwahrscheinlich hat auch Ihr Kollege einen anstrengenden Tag hinter sich. Fühlt er sich aus heiterem Himmel mit Vorwürfen konfrontiert, dürfte er für eine offene Unterhaltung kaum zu haben sein. Entspannen Sie die Situation. Gehen Sie auf ihn zu, erzählen Sie ihm von Ihren Einsätzen, fragen Sie ihn nach seiner Schicht.

Höchstwahrscheinlich lässt sich das Eis leider nicht so leicht brechen: Laut Spielanweisung wird Ihr Spielpartner Ihre Kontaktversuche kurz angebunden abblocken. Lassen Sie sich nicht abwimmeln – zeigen Sie, dass Sie keinen lockeren Smalltalk führen wollen, sprechen Sie den fehlenden Bericht an. Sollte ihn das unberührt lassen, machen Sie klar, dass es Ihnen ernst ist: In den letzten Wochen haben Sie in vielen Situationen ein Auge zugedrückt, aber jetzt machen Sie sich wirklich Sorgen. Bleiben Sie trotz der offenen Worte im Tonfall ruhig und sachlich!

Konfliktmanagement Stufe 2 – das Problem erkennen

Rollengemäß wird Ihr Kollege Ihnen nun ziemlich grantig Ihre eigenen Fehler vorwerfen – so kennen Sie ihn gar nicht! Ganz offensichtlich scheint es ein größeres Problem zu geben. Aber welches? Versuchen Sie, Ihren Mitspieler aus der Reserve zu locken: Wie sieht er die Angelegenheit, was würde er an Ihrer Stelle tun? Hat er gerade irgendwelche Schwierigkeiten, können Sie ihm irgendwie helfen?

Wenn es Ihnen gelingt, eine Vertrauensbasis herzustellen, wird Ihnen der Kollege vom privaten Schicksalsschlag berichten. So erkennen Sie, dass hinter dem Problem der mangelnden Zuverlässigkeit in Wahrheit ein ganz anderes Problem steckt: Ihr Kollege ist weder faul noch unfähig, sondern in Gedanken bei seiner Familie.

Konfliktmanagement Stufe 3 – Lösungen finden

Dass Ihr Kollege private Probleme im Dienst nicht einfach ausblenden kann, ist menschlich und verständlich. Trotzdem sind Sie beide Teil eines Teams, in dem sich jeder auf den anderen verlassen können muss! Wie gehen Sie also mit der Situation um? Der Königsweg zur Konfliktlösung führt über den Konsens, finden Sie einen „gemeinsamen Nenner“. Der könnte zum Beispiel darin bestehen, dass Ihr Kollege kurzfristig etwas kürzertritt: Schlagen Sie Ihm vor, Urlaub zu nehmen, damit er sich um seine Familie kümmern kann. Alternativ könnte er den Vorgesetzten bitten, aufgrund der privaten Belastung vorübergehend nur im ruhigeren Innendienst eingesetzt zu werden.

Was aber, wenn Ihr Spielpartner trotz guten Zuredens weiterhin auf stur schaltet? In diesem Fall bleibt Ihnen nur noch übrig, Druck auszuüben und Konsequenzen anzudeuten: Wenn er sich künftig nicht am Riemen reißt, müssen Sie wohl oder übel Ihren Vorgesetzten informieren. Indem Ihr Kollege ignoriert, dass er nicht voll einsatzfähig ist, schadet er letztlich dem gesamten Team.

Im Rollenspiel überzeugen Sie, wenn Sie …
¬ Ruhe und Souveränität ausstrahlen.
¬ Ihren Spielpartner ernst nehmen.
¬ sachlich diskutieren, schlüssig argumentieren.
¬ Einfühlungsvermögen zeigen: Gehen Sie auf Ihr Gegenüber ein, versuchen Sie, seine Lage zu verstehen.
¬ in der Sache konsequent bleiben, nicht einfach klein beigeben.
¬ auf eine Lösung hinarbeiten, die beiden Seiten hilft.

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Tipps zu Kleidung und Körpersprache


Du willst im Vorstellungsgespräch die beste Version deiner selbst sein? Dann solltest du bei der Vorbereitung auch über dein Outfit nachdenken. Kleider machen schließlich Leute – und Authentischsein heißt nicht, dass du bei der Polizei im gemütlichen Freizeit-Look antreten kannst. Deine Kleiderwahl zeigt, dass dir das Vorstellungsgespräch wichtig ist. Anzug und Krawatte bzw. Kostüm sind trotzdem kein Muss, eher im Gegenteil: Um nicht zu steif oder gar abgehoben zu wirken, ist Business Casual die bessere Wahl. Das heißt: Bluse oder einfarbiges Hemd und Strickpullover, dunkle Jeans, dazu Lederschuhe oder schlichte Sneaker. Generell gilt: lieber etwas konservativer als zu grell. Wichtig ist, dass du dich nicht verkleidet fühlst.

Auch die Körpersprache gilt es zu beachten. Um Interesse, Aufgeschlossenheit und Selbstbewusstsein auszustrahlen, hältst du Blickkontakt mit deinem Gegenüber und nimmst eine offene, zugewandte Sitzposition ein. Bonuspunkte gibt es für ein freundliches Lächeln hier und da, Punkteabzug hingegen für: Nägelkauen, unruhiges Fußwippen, Durch-die-Haare-fahren und übertriebene Gestik oder Mimik. Mit Gegenständen auf dem Tisch herumzuspielen ist ebenfalls keine gute Idee. Tipps gegen Nervosität? Die Füße fest auf den Boden stellen, die Hände mit dem Handrücken nach oben auf den Tisch legen.

Häufig gestellte Fragen zum Vorstellungsgespräch der Polizei


Wie genau läuft das Vorstellungsgespräch bei der Polizei ab?

Je nach Laufbahn und Qualifikation können Ablauf und Inhalte des Vorstellungsgesprächs der Polizei variieren. In der Regel findet das Interview mit zwei bis drei Prüfern oder Prüferinnen vor Ort in einer polizeilichen Behörde statt und dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Am besten rechnest du mit einer längeren Gesprächsdauer, um mögliche Verzögerungen ausgleichen zu können.

Das Gespräch lässt sich in drei Phasen unterteilen: Zunächst erfolgen die Begrüßung und ein lockerer Einstieg, um das Eis zu brechen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen – netter, nicht übertriebener Smalltalk steht hier auf dem Programm. Im Hauptteil des Gesprächs geht es um deine Qualifikation und Persönlichkeit; auch dein potenzieller Arbeitgeber hat die Gelegenheit, sich vorzustellen. Ziel ist natürlich, herauszufinden, wie gut ihr zueinander passt. Zum Schluss wird das weitere Vorgehen besprochen; an dieser Stelle kannst du offen gebliebene Fragen stellen. Tipp: Wenn du schon jetzt ein gutes Gefühl hast, kannst du dich freundlich für das Gespräch bedanken und noch einmal dein Interesse am Ausbildungsplatz betonen.

Was ziehe ich für das Vorstellungsgespräch der Polizei an?

Ein gepflegtes Äußeres und die richtige Kleidung sind im Vorstellungsgespräch bei der Polizei besonders wichtig – schließlich willst du passend zu deinen Qualifikationen und Referenzen einen seriösen ersten Eindruck vermitteln! Darum solltest du auf keinen Fall im gemütlichen Freizeit-Look erscheinen. Setze am besten auf ein professionelles, aber dezentes Outfit. Ideal ist ein schlichtes Hemd oder eine Bluse, kombiniert mit einem Strickpullover oder einem eleganten Oberteil. Dazu passen eine Stoffhose oder dunkle, gut sitzende Jeans. Bei den Schuhen empfehlen sich Lederschuhe oder schlichte Sneakers – Hauptsache, sie sind sauber und ordentlich.

Auffällige Accessoires wie große Piercings oder sichtbare Tattoos solltest du besser abdecken und Parfüm nur sparsam verwenden. Ähnliche No-Gos sind beispielsweise zu hohe Schuhe, ein ungepflegter Bart, schmutzige Fingernägel oder üppiger Schmuck.

Welche Unterlagen sollte man zum Vorstellungsgespräch der Polizei mitbringen?

Das Vorstellungsgespräch ist die beste Gelegenheit, deine Organisations-Skills unter Beweis zu stellen. Ein strukturierter und ruhiger Auftritt macht hier einen positiven Eindruck. In der Regel findest du im Einladungsschreiben Hinweise darauf, welche Dokumente mitzubringen sind. Wenn nicht anders angegeben, empfiehlt es sich, zwei vollständige Sätze deiner Bewerbungsunterlagen dabeizuhaben. So stellst du sicher, dass alle Beteiligten während des Gesprächs in deiner Bewerbungsmappe nachschlagen können. Auch Notizblock und Stift sind hilfreich, falls du dir wichtige Punkte aufschreiben möchtest. Außerdem kann es sein, dass du zusätzliche Unterlagen wie Zeugnisse oder deinen Personalausweis vorlegen musst. Wenn du dir unsicher bist, kannst du ruhig im Voraus noch einmal genau nachfragen – das zeigt Engagement und vorausschauende Planung.

Auf welche Körpersprache sollte man im Vorstellungsgespräch der Polizei achten?

Ganz klar: Eine gewisse Nervosität gehört beim Vorstellungsgespräch dazu. Jedoch solltest du dir bewusst machen, dass deine Körpersprache einen starken Eindruck hinterlassen kann. Ein selbstbewusstes und authentisches Auftreten ist wichtig: Achte auf eine aufrechte, zugewandte Sitzhaltung und eine gute Körperspannung, denn das signalisiert Interesse und Aufmerksamkeit. Frage nach, wenn etwas unklar ist, aber unterbrich dein Gegenüber nicht. Verhalte dich professionell, aber freundlich und achte auf eine passende Wortwahl.

Übertriebene Gestik und Mimik oder „nervöse Ticks“ (Beinwippen, Nägelkauen, durch die Haare fahren) solltest du besser vermeiden. Halte stattdessen Blickkontakt, höre konzentriert zu und setze freundliches Nicken oder ein dezentes Lächeln gezielt ein – das wirkt offen, ohne übertrieben zu sein. Im besten Fall solltest du dich in deiner eignen Haut wohlfühlen: Schließlich bist du gerade dabei, dir deinen Traumjob zu sichern!

Welche Fragen werden im Vorstellungsgespräch der Polizei gestellt?

Im Vorstellungsgespräch der Polizei können dir verschiedene Fragen begegnen, die dich jeweils auf unterschiedliche Weise herausfordern. Schließlich wollen deine zukünftigen Vorgesetzten in Erfahrung bringen, mit wem sie es zu tun haben. Klassischerweise geht es in erster Linie um deine Qualifikation und Persönlichkeit – diese Fragen zielen darauf ab, dich als Person besser kennenzulernen. Beispiele sind: „Was haben Sie in der Zeit seit Ihrem Schulabschluss gemacht?“ oder „Haben Sie Hobbys?“

Auch Fragen zu Beruf und Behörde sind keine Seltenheit. Natürlich solltest du dich bereits im Voraus ausreichend über die Polizei im Allgemeinen sowie über die jeweilige Behörde informieren. Neben typischen Wissensfragen zu polizeilichen Fachkenntnissen (zum Beispiel: „Wie ist unsere Behörde organisiert?“ oder „Wissen Sie, welches Waffenmodell wir als Dienstwaffe nutzen?“) wirst du hier auch nach deiner Motivation für den Polizeidienst gefragt: „Warum haben Sie sich für den Polizeiberuf entschieden?“ oder „Welche Ausbildungsinhalte interessieren Sie besonders?“

Sehr wahrscheinlich werden außerdem deine Sozialkompetenzen abgefragt; schließlich sind Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit für die Arbeit bei der Polizei äußerst wichtig. Um dich und dein Verhalten als zukünftiges Teammitglied einschätzen zu können, wird dir dein Gegenüber mit Fragen wie „Wie glauben Sie werden Sie von anderen Menschen eingeschätzt, etwa von Ihren Klassenkameraden?“ oder „Arbeiten Sie lieber im Team oder alleine?“ auf den Zahn fühlen.

Werden im Vorstellungsgespräch der Polizei Fangfragen gestellt?

Im Vorstellungsgespräch der Polizei können Fangfragen durchaus vorkommen. Hier geht es darum, die scheinbar harmlosen Fragen schnell zu identifizieren und geschickt zu deinem Vorteil auszulegen: „Ihrer Bewerbung entnehmen wir, dass sie viele verschiedene Hobbys haben. Haben Sie denn dann überhaupt mal frei?“ – diese Frage solltest du selbstverständlich nicht als Gelegenheit verstehen, gemütlich über deine Hobbys zu plaudern. Was hier eigentlich angesprochen wird, sind Flexibilität und Leistungsbereitschaft. Denn natürlich möchte dich niemand einstellen, wenn du dich vor lauter Freizeitspaß nicht auf deine Arbeit konzentrieren kannst. Du könntest also die Gelegenheit nutzen, um deine Belastbarkeit zu unterstreichen und klarzumachen, dass du für deinen Traumberuf die nötigen Prioritäten setzen würdest.

Beachte, dass es auch Fragen gibt, die in einem Vorstellungsgespräch nicht erlaubt sind; beispielsweise zu Schwangerschaft oder Kindern sowie zu ethnischer Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung. Hier gilt: Ein Vorwurf wie „Das dürfen Sie gar nicht fragen!“ ist selten die beste Reaktion. Stattdessen kannst du diplomatisch antworten, etwa mit: „Könnten Sie erläutern, wie das für diese Stelle relevant ist?“ Natürlich kannst du die Fragen auch offen beantworten, wenn du möchtest. Wichtig ist: Bleibe stets freundlich, aber bestimmt.

Was sagt man im Vorstellungsgespräch der Polizei zur Begrüßung?

Aller Anfang ist schwer – zu Beginn des Vorstellungsgesprächs bei der Polizei musst du natürlich erst einmal ankommen und die anfängliche Anspannung abschütteln. Üblicherweise lassen die Interviewer ein paar unverfängliche Bemerkungen fallen: „Haben Sie gut hierher gefunden?“ oder „Möchten Sie einen Kaffee oder ein Glas Wasser?“ Auch das Wetter oder ähnliche Smalltalk-Themen bieten sich an.

Auch wenn der Einstieg harmlos wirkt, solltest du dir bewusst sein, dass dein Gegenüber schon voll bei der Sache ist! Die Aufwärmphase ist ein erster Test, bei dem du punkten kannst. Nutze die Ruhe vor dem Sturm, um noch einmal tief durchzuatmen. Gib dich offen und entspannt, denn das unterstreicht deine positive Gesprächslaune. Bei Fragen zur Anreise beispielsweise kannst du gute Anknüpfungspunkte schaffen – vielleicht hast du ja die Streckenbeschreibung schon vorab im Internet recherchiert und kannst damit deine gute Zeitplanung unterstreichen?

Was ist eine gute Verabschiedung im Vorstellungsgespräch bei der Polizei?

Am Ende des Vorstellungsgesprächs bei der Polizei hast du noch einmal die Gelegenheit, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Eine höfliche und selbstbewusste Verabschiedung zeigt Wertschätzung und Interesse. Jetzt heißt es: nochmal Haltung annehmen, Augenkontakt suchen und auf ein professionelles Auftreten achten. Bedanke dich für das Gespräch und die Möglichkeit, mehr über die Behörde und die Position zu erfahren. Wenn du ein gutes Gefühl hast, ist dies der perfekte Moment, dein Interesse am Polizeidienst noch einmal zu betonen. Ein fester Händedruck und ein freundliches Lächeln runden den Abschied ab.

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: eTrainer-Onlinetest (kostenlos)


„Warum sollten wir uns eigentlich für Sie entscheiden?“ Damit dir Fragen wie diese nicht die Sprache verschlagen, ist Vorbereitung angesagt. Wenn du weißt, worauf dein Gegenüber im Vorstellungsgespräch hinaus will, trittst du sicher und souverän auf und lieferst passende Antworten. Dafür unbedingt notwendig: Informiere dich über deinen Wunscharbeitgeber und die Stelle, auf die du dich bewirbst. Auch scheinbar Nebensächliches gilt es zu beachten, zum Beispiel die Planung der Anreise oder das passende Outfit.

Besonders intensiv solltest du dich in der Vorbereitung aber mit den Fragen beschäftigen, die man dir im Vorstellungsgespräch sehr wahrscheinlich stellen wird. Die dahinterliegende Absicht ist nämlich nicht immer klar, und auf die beste Antwort kommt man manchmal erst hinterher. Doch Bewerbungsgespräche verlaufen in der Regel ziemlich ähnlich, und ein großer Teil der Fragen ist absehbar. Was du auf Fragen zur Berufswahl, deiner Freizeitgestaltung oder Stärken und Schwächen antworten möchtest, kannst du dir also schon vorher überlegen. Du kennst bereits jemanden, der in dem Beruf arbeitet? Vielleicht kannst du dir wertvolle Tipps besorgen.

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